SWR-Chef Gniffke will Fall Roth nicht kommentieren

Juli 23, 2024
1 min read
François-Xavier Roth und Intendant Kai Gniffke bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: SWR, Neligan)

Die öffentliche Kritik an der Entscheidung des SWR, an François-Xavier Roth festzuhalten, wird immer lauter – den Sender scheint das nicht zu stören.

Die Kritik am Festhalten des SWR am designierten Chefdirigenten François-Xavier Roth wird immer lauter: Die Orchester Gesamtleiterin Sabrina Haane wurde vom Abo-Publikum ausgebuht, selbst andere ARD-Anstalten kritisieren die Entscheidung des SWR, auf den Social-Media-Seiten des Orchesters formiert sich massiver Protest (wir haben berichtet). 

Der SWR hält trotz der Kritik weiterhin an seinem Kurs fest. Intendant Kai Gniffke will sich allerdings nicht persönlich zur Causa äußern. Auf BackstageClassical-Anfrage heißt es: »Wir haben durchaus erwartet, das die Entscheidung des SWR, an François-Xavier Roth festzuhalten, kontrovers diskutiert werden würde. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Kai Gniffke Ihnen aktuell nichts sagen kann, was über den Inhalt unserer Pressemitteilung vom vergangenen Dienstag hinausgeht.«

Was die öffentliche Kritik betrifft, bewertet der SWR die Lage so: »Dass die Medien die Entscheidung des SWR‚weitestgehend scharf kritisieren‘, können wir nicht feststellen. Es gab auch Zustimmung zur Entscheidung des SWR. Gleiches gilt für unser Publikum.«

Für den Rundfunkrat des SWR antwortet Jürgen Gruhler, der die Geschäftsstelle Rundfunk- und Verwaltungsrat leitet, und weist darauf hin, dass der Rundfunkrat im Falle der Vertrags-Bestätigung nicht zustimmen musste. Gröhler erklärt: »Insofern gab es einen intensiven Austausch innerhalb des Gremiums, bei dem die Entscheidung zur Kenntnis genommen wurde.«

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Chilly Gonzales dirigiert »F*uck Wagner«

Wer schreit am lautesten »Antisemitismus«?

Die Bayreuther Festspiele haben eine Veranstaltung mit Michel Friedman nicht weiter verfolgt – und der darf in der Süddeutschen Zeitung nun sein vollkommenes Unwissen über die Festspiel-Geschichte verbreiten.  

Hört Euch das mal an, Wiener Philharmoniker!

Der Komponist Alexander Strauch gehörte zu den Kritikern des Wiener Arrangements von Florence Prices »Rainbow Waltz«. Nun hat der Präsident des Deutschen Komponistenverbandes das Stück für sein »Rainbow Orchestra« neu vertont. Wir

Das neue Dirigentenzeitalter

Ein globales Personalkarussell, jüngere Namen, mehr Diversität: Die Wechsel an den Spitzen der Orchester markieren mehr als Routine. In der Klassik formiert sich ein neues Selbstverständnis. Beobachtungen des Dirigenten John Axelrod.

Kann Klassik Social Media? 

Der newsletter von BackstageClassical: Wie kann Klassik in den sozialen Medien wirken? Außerdem: Die Retro-Mode beim Sängernachwuchs und Kölns große Eröffnungssause!

Salzburger Positionierungen

Salzburgs neue Intendantin Karin Bergmann geht ein wenig auf Distanz zu Markus Hinterhäuser und kritisiert fehlende Aufklärung zu dessen Abgang. Zugleich wird bekannt, dass Präsidentin Kristina Hammer bei der kommenden Festspieleröffnung nicht

Antwort von Tanja

Nach heftigen Debatten innerhalb der BackstageCassical-Redaktion über die Glaubhaftigkeit der Triangologie-Studentin Tanja und ihres Instagram-Kanals, gab es nun Resonanz aus der Welt der Vibrational Ecology in Norwegen.

Es gibt sie noch, die guten Dinge in Bayreuth

Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth begeht 2026 ein Doppeljubiläum: 150 Jahre Bayreuther Festspiele und 50 Jahre Museum im Haus Wahnfried. Unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ gibt es Ausstellungen, Performances, Konzerte,

Verpassen Sie nicht ...