Nast bleibt bei den Wiener Symphonikern

November 18, 2025
1 min read
Jan Nast (Wiener Symphoniker)

Nach erfolgreicher Arbeit, der Intendant Jan Nast bleibt fünf weitere Jahre in Wien

English summary: Jan Nast’s contract as Artistic Director of the Vienna Symphony has been extended to 2032. Since 2019 he has modernized the orchestra, expanded its local presence with new formats, broadened its genres, strengthened its international profile, and earned strong political support.

Wien (BC) – Jan Nast bleibt für weitere fünf Jahre Intendant der Wiener Symphoniker. Der Aufsichtsrat bestätigte seinen Vertrag bis 2032. Nast leitet das Orchester seit 2019 und gilt als treibende Kraft hinter dessen Modernisierung und Neuausrichtung. Unter seiner Verantwortung wurde Petr Popelka zum Chefdirigenten berufen und das international tourende Ensemble musikalisch weiter profiliert.

Podcast mit Jan Nast

Besonders stärkte Nast die Präsenz der Wiener Symphoniker in ihrer Heimatstadt: Mit Formaten wie dem Prater-Picknick, dem Wiener Advent im Stephansdom, Beisl-Konzerten sowie Kammermusikreihen in Wiener Museen rückte er das Orchester näher an die Bevölkerung. Zugleich öffnete er das Ensemble neuen Genres, etwa Filmmusik und K-Pop, und etablierte das Frühlingsfestival Primavera da Vienna im italienischen Triest.

Im Auswahlverfahren setzte sich Nast gegen zwölf Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler würdigte seine Arbeit als gelungenen Spagat zwischen lokaler Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Auch Finanzstadträtin Barbara Novak und Aufsichtsratspräsident Alexander Wrabetz betonten Nasts Beitrag zur Profilbildung des Orchesters. Nast selbst sprach von einem »Privileg«, das »Orchester der Stadt« weiterführen zu dürfen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Was Sachsens Theatern blüht

Sachsens Kulturszene läuft Sturm gegen den geplanten Doppelhaushalt 2027/28. Der Gesamthaushalt wächst auf rund 53,5 Milliarden Euro, bei der Kultur sind dennoch Einschnitte geplant. Wir zeigen, wen es besonders hart trifft.

Verflacht jetzt auch der Deutschlandfunk?

Die letzte Bastion des Kulturauftrags verändert ihren Kurs. Ein internes »Stylebook« des Deutschlandfunks zeigt, wohin die Reise geht: breiter, zugänglicher, gesellschaftlicher. Was als Öffnung gedacht ist, könnte zu einer massiven Verflachung führen

Sony Classical verliert seine Eigenständigkeit

Per Hauber geht, einen Nachfolger gibt es offenbar nicht. Schon 2024 hatte sich Michael Brüggemann zurückgezogen. Sony Classical bleibt – aber seine Eigenständigkeit schwindet. Dahinter steht eine größere Frage: Wie viel ist

Empathietheater statt Regietheater

Unsere Zeit ist brutal. Und an unseren Bühnen wird die Sehnsucht nach Sanftheit immer lauter. Ein neues Theater entsteht: Es will nicht mehr belehren und entlarven, sondern zuhören und berühren und Menschen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Eine Kritik der Kritik: Alles blöde, nur das Orchester ist gut? Die Kritik will gern was gutes finden. Aber es geht nicht um Lobhudelei, sondern auch um Fakten.

Meisterliches Minden

Mit den »Meistersingern von Nürnberg« endet nach 24 Jahren ein einzigartiges Wagner-Projekt. Philipp v. Studnitz erlebt in dem kleinen Stadttheater große Oper – mit Frank Beermann, einem brillanten Ensemble und einem Minimalismus,

Verpassen Sie nicht ...