Turandot hat in den letzten 100 Jahren ja schon viel erlebt, unter anderem eine Inszenierung direkt in der Verbotenen Stadt in Peking. Aber Puccinis Chinaoper als Martial-Arts-Spektakel, das ist wirklich neu!
Sie wollen die Oper in Torre del Lago inszenieren, mit Tai-Chi- und Kung-Fu-Elementen – quasi als »Königin mit dem gebrochenen Herzen«? Pretty Yende mit einem Bai Lin Toi (Lotustritt) und Roberto Alagna mit einem Sab Tsi Toi (Spanntritt)? Ich bin gespannt: Sind Sie wirklich ein »Meister aller Klassen« – dann nennen wir Sie bald den »Opernherzensbrecher«.
Und wenn das Spektakel zum Erfolg wird, könnte das auch deutsche Opernhäuser inspirieren: Mike Krüger und Thomas Gottschalk inszenieren Schostakowitschs Die Nase, und wer wäre bei uns besser geeignet für Puccinis Frageoper als Günther Jauch?


