Lieber Jackie Chan,

April 16, 2026
1 min read
Jackie Chan

Turandot hat in den letzten 100 Jahren ja schon viel erlebt, unter anderem eine Inszenierung direkt in der Verbotenen Stadt in Peking. Aber Puccinis Chinaoper als Martial-Arts-Spektakel, das ist wirklich neu!

Sie wollen die Oper in Torre del Lago inszenieren, mit Tai-Chi- und Kung-Fu-Elementen – quasi als »Königin mit dem gebrochenen Herzen«? Pretty Yende mit einem Bai Lin Toi (Lotustritt) und Roberto Alagna mit einem Sab Tsi Toi (Spanntritt)? Ich bin gespannt: Sind Sie wirklich ein »Meister aller Klassen« – dann nennen wir Sie bald den »Opernherzensbrecher«.

Und wenn das Spektakel zum Erfolg wird, könnte das auch deutsche Opernhäuser inspirieren: Mike Krüger und Thomas Gottschalk inszenieren Schostakowitschs Die Nase, und wer wäre bei uns besser geeignet für Puccinis Frageoper als Günther Jauch?

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Was ist los in der Klassik?

Podcast: Hannah Schmidt und Axel Brüggemann debattieren die neue Theater-Saison, Opern-Finanzierung, Salzburger Festspiele und Wolfram Weimer.

Der große Spielplan-Check

Die neue Opernspielzeit steht vor der Tür. In Folge I checkt BackstageClassical die Spielpläne der großen Häuser: Vielfalt ist das Motto – und allerhand Namen von der Stange.

Ermittlungen am Teatro San Carlo

Die Polizei in Italien ermittelt Unregelmäßigkeiten am Theater in San Carlo. Im Zentrum stehen Ex-Intendant Stéphane Lissner und verschiedene Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen Asmik Grigorian, Claus Guth und Jonas Kaufmann.

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

dieses Mal war es das Berliner Boulevard-Blatt BZ, das die Kosten-Rechnung aufgemacht hat: Während man in der Hauptstadt durchschnittlich 62,20 Euro für ein Opernticket hinblättert, zahlt der Staat für jedes verkaufte Ticket noch mal 251,60

Mickischs Leitmotiv-Erbe in Buchform

Bei seinem ersten Bayreuth-Besuch traf Stephan Knies den Wagner-Experten Stefan Mickisch. Aus seiner Leidenschaft für Wagners Leitmotive entstand nun ein Buchprojekt, das seine einzigartige Analyse des »Rings« fortführt und erstmals in Buchform

Theater Chemnitz wehrt sich gegen Sparmaßnahmen

Die Theaterleitung der Städtischen Theater Chemnitz warnt vor massiven Einschnitten für das künstlerische Angebot, sollte der Vorschlag umgesetzt werden, alle Sparten künftig nur noch im Opernhaus zu bündeln und das Schauspielhaus aufzugeben.

Opernhäuser beraten Umbauten

Die führenden Opernhäuser im deutschsprachigen Raum trafen sich in München, um enger bei teuren Sanierungen und Interimsspielstätten zusammenzuarbeiten und ihre künstlerische Kontinuität zu sichern.

Verpassen Sie nicht ...