Gheorghius neuer Tosca-Skandal

September 14, 2024
1 min read
Angela Gheorghiu als Tosca — hier in Covent Garden (Foto: ROH)

Die Sängerin unterbrach die Zugabe eines Tenors in Korea. Nun entschuldigt sie sich beim Publikum. Ein Video zeigt den Buhsturm für die Sängerin.

Bei einer Tosca-Aufführung in Seoul ist es zu einem Eklat gekommen. Die Sopranistin Angela Gheorghiu ist auf die Bühne gestürmt und hat die Zugabe des Tenors wütend unterbrochen. Nun hat ihr Management eine Erklärung veröffentlicht: Man habe sich im Vorfeld darauf geeinigt, keine Zugaben nach den Arien zu geben, heißt es, da Gheorghiu diese Praxis ablehne – sie würde den Fluss einer Aufführung unterbrechen. Nach ihrer großen Arie Vissi d‘arte habe es deshalb keine Zugabe gegeben, als der Tenor – gegen die Absprachen – dennoch eine Zugabe gegeben habe, sei sie emotional aufgewühlt gewesen und habe die Bühne gestürmt. Gheorghiu entschuldigte sich bei den Beteiligten und beim Publikum. Schon 2016 gab es einen Eklat mit Jonas Kaufmann, als der eine Zugabe gesungen hatte, damals äußerte er sich darüber beim BR.

Diese Bilder zeigen, wie Gheorghiu am Ende ausgebuht wurde

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Ein Angebot, das er nicht ablehnen kann

Showdown: Das Festspielkuratorium der Salzburger Festspiele hat Markus Hinterhäuser ein Szenario offeriert, über das er nun bis zum 20. März nachdenken kann. Ein Kommentar.  

American Nightmares in der Klassik

Kultur-Diskurs zwischen Eskapismus und Widerstand: Hannah Schmidt und Axel Brüggemann debattieren im Podcast Takt & taktlos die aktuellen Themen der Klassik.

Das Reich der kulturellen Mitte

Kanzler Friedrich Merz ist in China. In Peking gastieren sowohl Valery Gergiev und sein Mariinksy Orchester als auch die Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko. Ein historischer Rückblick auf Europäisch-Chinesische Musik-Beziehungen.  

Liebe Papagenas,

Achtung! Achtung! Da draußen ist ein bunter Vogelfänger unterwegs. Er tarnt sich als Sänger. Früher war er Tenor, heute hat er Federn gelassen – tingelt als Bariton und Clown durch die Gegend.

Einspruch, Herr Wolffsohn

Michael Wolffsohn hat Karajan in seinem neuen Buch vom Nazi-Sympathisantentum weitgehend reingewaschsen. Nun widerspricht ihm der Karajan-Experte und Historiker Oliver Rathkolb. Er sagt: die Faktenlage spricht eine andere Sprache.

Fliegender Teppich ohne Magie

Bluescreen-Effekte prägen Händels »Tamerlano« bei den 48. Internationalen Händel-Festspielen Karlsruhe. Doch der eigentliche Zauber entsteht im Orchestergraben.
Bogdan Roščić Porträt

Lieber Bogdan Roščić,

meinten Sie wirklich den gerngroßen Medien-Mufti Mucha, der über Ihr Opernball-Musical-Programm polterte, als Sie George Bernard Shaw auf Instagram zitierten: »I learned long ago never to wrestle a pig. You get dirty

Liebe Stefanie,

seit der BR sich Dich als »Gesicht« für sein Klassik-Programm vorstellt, bist Du irgendwie anders geworden. Weißt Du noch, wie wir auf dem Flokati gelegen, Tristan gehört und Erdnussflips gegessen haben? Und

Epstein und die Klassik

In den Epstein Files kommen auch zahlreiche Klassik-Künstler vor – oft sollten sie das Image des kulturinteressierten Mäzen pflegen. 

Verpassen Sie nicht ...