Es gibt sie noch, die guten Dinge in Bayreuth

Juni 12, 2026
1 min read
Das Bayreuther Festspielhaus (Foto: BC)

Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth begeht 2026 ein Doppeljubiläum: 150 Jahre Bayreuther Festspiele und 50 Jahre Museum im Haus Wahnfried. Unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ gibt es Ausstellungen, Performances, Konzerte, Projektionen und eine Tagung rund um Richard Wagner und seine Wirkungsgeschichte.

Während die Stadt gerade die Festmeile zum 150. Festspieljubiläum in Bayreuth absagen musste, begeht das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth 2026 ein Doppeljubiläum: 150 Jahre Bayreuther Festspiele und 50 Jahre Museum im Haus Wahnfried. Unter dem Titel »50/150 – Utopie und Echo« bündelt das Haus Ausstellungen, Performances, Konzerte, Projektionen und eine internationale Tagung zu einem spartenübergreifenden Parcours durch Geschichte und Gegenwart der Wagner-Rezeption.

Ausgangspunkt ist die Uraufführung des Ring des Nibelungen 1876 im Festspielhaus. Zugleich erinnert das Museum an seine eigene Gründung 1976. Die Jubiläumsreihe versteht sich als Reflexion von 150 Jahren Festspielgeschichte, in denen sich auch deutsche Zeitgeschichte spiegele.

In vier Programmbereichen – »Positionen«, »Projektionen«, »Reflexionen« und »Resonanzen« – nähern sich Künstler und Wissenschaftler dem Erbe Wagners. Installationen unter anderem von Felix Burger, Georg Nussbaumer, Antoine Wagner sowie dem Kollektiv »Sounding Situations« setzen sich mit Mythos, Wirkung und politischer Vereinnahmung auseinander. Eine Performance der Studiobühne Bayreuth rückt die Rolle prägender Frauen der Festspielgeschichte in den Fokus.

Musikalisch reicht das Spektrum von Jazz-Adaptionen durch das Mike Svoboda Quartet bis zu Percussion-Programmen von Vanessa Porter sowie Liedformaten mit Festspielsolisten. Eine internationale Tagung (9. bis 11. Juli) diskutiert Vergangenheit und Zukunft des Festivalgedankens.

Visueller Höhepunkt ist eine abendliche Projektion an der Fassade von Wahnfried, die die wechselvolle Geschichte des Hauses von den Anfängen bis zur Gegenwart erzählt. Teile des Programms laufen vom 23. Juli bis 4. Oktober parallel zu den Bayreuther Festspielen.

Link zum Wagner-Museum

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