Neuwirth kritisiert Wiener Staatsoper

März 20, 2025
1 min read
Die Komponistin Olga Neuwirth (Foto: Hoffmann)

Olga Neuwirth übt scharfe Kritik an der Wiener Staatsoper und ihrem Intendanten. Sie kritisiert unter anderem das Bashing älterer Frauen.

English summary: Composer Olga Neuwirth criticizes the unequal treatment of female composers in Austria. She explicitly blames the State Opera in Vienna and its director for the „bashing of elderly women.“

Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth übte in einem offenen Schreiben, das vom Magazin NEWS veröffentlicht wurde, scharfe Kritik an der Wiener Staatsoper und ihrem Intendanten. Ihre 2019 uraufgeführte Oper Orlando sei trotz Erfolg nach nur fünf Vorstellungen abgesetzt worden, während Werke männlicher Kollegen weiterhin gespielt würden. Neuwirth spricht von »Alten-Bashing« gegenüber Frauen über 50 und mangelnder Nachhaltigkeit für Komponistinnen.

Die Wiener Festwochen hätten sich geweigert, ihre neue Oper Monster’s Paradise zu koproduzieren. Der Umgang mit ihr als erster von der Staatsoper beauftragter Komponistin sei »höchst unrühmlich«. Sie habe für Orlando den renommierten Grawemeyer Award erhalten, doch ein Musiker bezeichnete das Werk als »Schaaaaaß«. Der jetzige Intendant (Bogdan Roščić) habe eine Wiederaufnahme mit der Begründung abgelehnt, »das Haus« sei dagegen.

Neuwirth kritisiert generelle Ungleichbehandlung von Komponistinnen in Österreich. Während ihre schwedische Kollegin Lisa Streich ein Zehnjahresstipendium erhielt, sei sie jahrelang ohne Professur geblieben und mehrfach aus Arbeitsräumen verdrängt worden. Zudem wurde sie aus der Künstlersozialversicherung ausgeschlossen. Sie sieht eine strukturelle Benachteiligung von Frauen in der klassischen Musik – selbst an einer renommierten Institution wie der Wiener Staatsoper.

Text entstand mit Hilfe von KI

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