Leo Hussain wird neuer Chef in München

Juni 4, 2026
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Lao Hussain (Foto: BR/ Boggreve)

Das Münchner Rundfunkorchester hat Leo Hussain zu seinem neuen Chefdirigenten berufen. Der 47-jährige Brite folgt auf einen Posten, der für ihn die erste Leitungsfunktion in einer Großstadt ist.

Hussain, Absolvent der Universität Cambridge, war Assistent von Simon Rattle bei den Berliner Philharmonikern und leitete fünf Jahre lang als Generalmusikdirektor das Salzburger Landestheater.

Dem Bayerischen Rundfunk sagte Hussain, er habe bewusst darauf verzichtet, sich zu stark zu spezialisieren: „Ich liebe viele Arten von Musik. Ich kann mir nicht vorstellen, nur Barock zu dirigieren oder mich ausschließlich auf einen Stil zu konzentrieren.“ Das Münchner Rundfunkorchester setze auch auf ungewöhnliche Programme, etwa Konzerte mit Gaming-Musik. „Es ist mir wichtig, dass sich alle willkommen fühlen“, so Hussain. Junge Menschen und Erwachsene sollten die „Sprache eines Orchesters“ kennenlernen.

Zugleich verwies er auf langfristige Publikumsbindung: Nicht jeder 13-Jährige werde nach einem Gaming-Konzert sofort Abonnent. „Aber ich hoffe, dass jemand mit 24, der bei einem ersten Date den Vorschlag hört: ‚Lass uns ins Konzert gehen‘, das nicht als völlig fremd empfindet.“ Dies sei ein zentraler Teil des Auftrags des Orchesters.

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

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