Erfurt ringt um Aufarbeitung des Theaterskandals  

April 18, 2024
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Bild von Fausts Verdammnis in Erfurt
»Fausts Verdammnis« vom Theater Erfurt (Foto: Theater Erfurt, Edelhoff)

Nach Freistellung von Intendant Guy Montavon wird die Entlassung der Gleichstellunbgsbeauftragten nun vor Gericht verhandelt. 

Sie hat den Stein ins Rollen gebracht: Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erfurt, Mary-Ellen Witzmann ist mit Vorwürfen von Machtmissbrauch und sexueller Belästigung am Theater Erfurt an die Öffentlichkeit gegangen. Dafür wurde ihr fristlos gekündigt. Erst später ergaben Ermittlungen, dass an den Vorwürfen etwas dran war – und Intendant Guy Montavon wurde freigestellt. Die Kündigung von Witzmann wurde indes nicht zurückgenommen.

Nun wird die Sache am Amtsgericht in Erfurt verhandelt. Die Richterin ließ ein Ergebnis vorerst allerdings offen, wie die Seite Opern.News mit Berufung auf die Thüringische Landeszeitung und die Thüringer Allgemeine in einem ausführlichen Text berichtet. Die Richterin bat die Stadt zunächst, nachzuweisen, dass es einen zustimmenden Betriebsratsbeschluss für die Entlassung gegeben habe. Witzmann indes soll beweisen, dass die Frauen, die sich ihr anvertraut hatten, einverstanden mit einer Veröffentlichung waren.

Das Gutachten, das den Vorwürfen nachgegangen ist, soll die Stadt bislang 220.000 Euro gekostet haben. In einer Petition haben bereits mehr als 1.200 Menschen unterschrieben, dass Mary-Ellen Witzmann als Gleichstellungsbeauftragte wieder eingestellt werden soll.

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