Dirigent Lutz Rademacher gestorben

November 23, 2025
1 min read
Lutz Rademacher (Foto: Kumr)

Der Dirigent Lutz Rademacher ist tot. Er starb im Alter von 56 Jahren, wie BackstgeClassical aus seinem Umfeld erfuhr.

Rademacher galt als vielseitiger Musiker, der sowohl im Opern- als auch im Konzertbereich tätig war. Rademacher, geboren 1969 in Lübeck, war Generalmusikdirektor am Landestheater Detmold von 2013 bis 2021 und danach als vielfältiger Musiker sowie Dozent besonders in der zeitgenössischen Musikszene aktiv. Er arbeitete als Kapellmeister und Dirigent an Theatern in Basel, Freiburg sowie verschiedenen weiteren Häusern und war bekannt für seine detailgenaue Interpretation und Offenheit für moderne Musik.

Bereits 2022 leitete er die Uraufführung von Gordon Kampes Musiktheater »O Seufzen, Heulen, Herzensknall« in Hamburg und war 2024 mit einer erweiterten Fassung dieses Werkes beim Ultraschall Festival in Berlin zu Gast.

Seit dem Sommersemester 2024 vermittelte er sein Wissen als Dozent für Orchester- und Ensembleleitung an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg und war außerdem Lehrbeauftragter für Ensemble Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Lieber Peter Heilker,

Gratulation! Für Sie geht es nun also von Wien nach Leipzig. Vom stellvertretenden Intendanten an Stefan Herheims Theater an der Wien zum Chef an der Oper Leipzig. Gratulation, dass Sie sich das

»Interessiert niemanden mehr«

Hört auf, Euch an Timothée Chalamet abzuarbeiten, sagt der Leiter des Podium Esslingen, Joosten Ellée. Eine Plädoyer für die Tiefe des Nerdtums und gegen die Oberfläche Hollywoods.

Lieber Wolfram Weimer,

es ist bemerkenswert, wie Sie die Kulturszene in so kurzer Zeit gegen sich aufgebracht haben. Ihr Berlinale-Management: ein vollkommener Filmriss! Ihre Medien-Kompetenz: im Tegernsee abgesoffen! Ihre Opernförderung: weitgehende Stagnation! Und nun auch

Karajan Debatte weitet sich aus

Michael Wolfssohn gerät weiter in die Kritik – nach Oliver Rathkolb zeigt sich nun auch der Historiker Friedrich Geiger irritiert von seiner Nazi-Reinwaschung Karajans.

Kulturförderung vom Golf

Die Met in New York hofft auf Saudi-Arabien, die Salzburger Osterfestspiele rechnen mit Katar. Aber sind die Golfstaaten wirklich eine Rettung? 

Liebe Dresdner Philharmonie,

klar, Du musst sparen. Aber muss das wirklich sein, indem Du ausgerechnet jene zur Kasse bittest, die für Dich singen? Deine Intendantin Frauke Roth will eine alte Dresdner Tradition beenden: Bislang haben

Nelsons verlässt Boston im Streit

Der lettische Dirigent Andris Nelsons muss im Sommer 2027 nach 13 Jahren sein Amt als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra (BSO) abgeben. Das teilte das Board des Orchesters am Freitag mit. Die

Lieber Timothée Chalamet,

Der Schauspieler Timothée Chalamet hat die Klassik-Blase mit einem Satz auf die Palme gebracht. Opernhäuser reagierten weitgehend humorlos – eine verpasste Chance.

Verpassen Sie nicht ...