Blume macht Vorschlag für Münchner Opern-Interim

Dezember 7, 2025
1 min read
Markus Blume
Minister Markus Blume, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst (Foto: CSU, Böttcher)

Bayerns Kulturminister überlegt, ob ein neues Konzerthaus in München nicht mit Orchestergraben gebaut werden könnte – als Ausweichspielstätte für die Oper.

München BC – Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume hat eine neue Idee in der Debatte um den künftigen Konzertsaal in München vorgestellt. Beim Podiumsgespräch der Initiative »Kulturzukunft Bayern« schlug Blume vor, den geplanten Neubau mit einem Orchestergraben auszustatten. Damit könne das Haus auch als Ausweichspielstätte für die Bayerische Staatsoper dienen, wenn das Nationaltheater in etwa zehn Jahren generalsaniert werden müsse.

Blume räumte ein, dass der neue Konzertsaal nicht die gleiche Bühnenausstattung wie das Stammhaus bieten könne, verwies aber auf digitale Bühnenbilder als moderne Ergänzung. Ein vollständiger Umzug der Oper in ein anderes Gebäude während der Sanierung sei weder realistisch noch finanziell sinnvoll. Der Minister erteilte zugleich Überlegungen eine Absage, die Oper dauerhaft aus dem Nationaltheater auszulagern oder das Gebäude später anders zu nutzen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Weitere Absage für das Opera Lab

Nach der Recherche von BackstageClassical zum Vienna Opera Lab gibt es eine weitere Absage – und zahlreiche neue Hinweise. Sie zeigen: Bezahlte Vorsingen und Geschäfte mit der Hoffnung junger Sänger sind längst

Der große Naxos-Poker

Bei Naxos gibt es Streit zwischen den Eigentümern. Gründer Klaus Heymann hat einst die Mehrheit verkauft und später auch die operative Kontrolle verloren. Nun fordert er Darlehen zurück – und betreibt ausgerechnet

Liebe Caruso-Leute,

Caruso war ein genialer Werbeträger. Und ist es offenbar noch heute. Zwei große Feuilletons lutschen begeistert am neuen Caruso-Bonbon – und liefern dem Hersteller nebenbei die schönste Werbung.

Das Geschäft mit der Hoffnung junger Stimmen

1.099 Euro für Kontakte zur Opernwelt: Das Vienna Opera Lab verkauft jungen Sängerinnen und Sängern den Zugang zu einem begehrten Netzwerk. Nach Anfragen von BackstageClassical ziehen nun erste prominente Teilnehmer Konsequenzen –

Im Weltall wird es eng

Karlheinz Stockhausens Mittwoch aus Licht gerät an der Deutschen Oper Berlin zu einer kosmischen Messe. Musikalisch präzise und von hoher Qualität, verliert sich Susanne Kennedys Inszenierung zwischen klugen Impulsen, Überladung und Inhaltslosigkeit.

Marathonlaufen und Konzert spielen

Laufen und musizieren: Die Wiener Symphoniker und der Vienna City Marathon veranstalten 2027 erneut ihr »Konzert zum Marathon«. Läuferinnen und Läufer können sich ab sofort um einen Platz im Orchester bewerben.

Aus dem Archiv ins Leben

Vergessen, verschollen, nie aufgeführt: Die Ruhrtriennale holt mit Charles Tournemire und Roman Padlewski zwei fast ausgelöschte Komponisten zurück ins Licht – und macht daraus einen der musikalisch stärksten Abende des Festivals.

Verpassen Sie nicht ...