Myung-whun Chung wird Musikdirektor an der Mailänder Scala

Mai 12, 2025
1 min read
Der Dirigent Myung-Whun Chung (Foto: Ascona Holt)

Der südkoreanische Dirigent Myung-whun Chung wird neuer Musikdirektor des renommierten Opernhauses Teatro alla Scala in Mailand.

English summary: South Korean conductor Myung-whun Chung will become music director of Milan’s Teatro alla Scala at the end of 2025, succeeding Riccardo Chailly. He is the first Asian in this role and will serve until 2030. Chung has long-standing ties with La Scala and is renowned worldwide as a conductor and pianist.

Mailand (BC) – Wie das Haus am Montag mitteilte, übernimmt der 72-Jährige das Amt Ende nächsten Jahres von Riccardo Chailly und bleibt bis zum Ende der Amtszeit des Generalintendanten Fortunato Ortombina im Februar 2030 im Amt.

Chung ist der erste Asiate in dieser Position. Er gilt als eine zentrale kulturelle Figur Südkoreas und ist international als Dirigent und Pianist anerkannt. Mit dem Orchester, Chor und der Philharmonie der Scala verbindet ihn laut dem Opernhaus eine „enge und produktive“ Beziehung.

Seit 1989 leitete Chung in Mailand neun Opern in 84 Aufführungen sowie 141 Konzerte – so viele wie kein anderer Dirigent ohne offiziellen Musikdirektorposten. Zudem begleitete er die Philharmonie der Scala auf internationalen Tourneen, unter anderem nach Deutschland, China, Japan und Südkorea.

Zu seinen früheren Positionen zählen unter anderem die Musikdirektion des Tokyo Philharmonic Orchestra, des Orchestre Philharmonique de Radio France sowie der Korean Broadcasting System. Außerdem war er künstlerischer Leiter der Busan Opera und Concert Hall.

Lange galt Daniele Gatti als Favorit für diesen Posten. Aber der Chefdirigent der Staatskapelle Dresden konnte sich am Ende doch nicht durchsetzen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

»Die Zukunft der Oper liegt in Warschau«

Klare Worte und große Ambitionen: Yoel Gamzou tritt sein Amt als Generalmusikdirektor der Polnischen Nationaloper an. Gemeinsam mit Intendant Boris Kudlička will er das Haus grundlegend erneuern – mit mehr Gegenwartsbezug und

Lieber Moritz Döbler,

ich kenne Dich ja noch aus Bremen, als Chefredakteur des Weser-Kurier. Kultur hat Dich schon damals herzlich wenig interessiert. Zahlen, Geld und Selbstdarstellung – das waren eher Deine Themenfelder.  Als Chefredakteur der Rheinischen

Friedman doch in Bayreuth

Nach Kritik an der Absage eines Gedenkkonzerts hat Festspielleiterin Katharina Wagner den Publizisten Michel Friedman um Entschuldigung gebeten – er wird nun doch bei den Festspielen reden.
Chilly Gonzales dirigiert »F*uck Wagner«

Wer schreit am lautesten »Antisemitismus«?

Die Bayreuther Festspiele haben eine Veranstaltung mit Michel Friedman nicht weiter verfolgt – und der darf in der Süddeutschen Zeitung nun sein vollkommenes Unwissen über die Festspiel-Geschichte verbreiten.  

Hört Euch das mal an, Wiener Philharmoniker!

Der Komponist Alexander Strauch gehörte zu den Kritikern des Wiener Arrangements von Florence Prices »Rainbow Waltz«. Nun hat der Präsident des Deutschen Komponistenverbandes das Stück für sein »Rainbow Orchestra« neu vertont. Wir

Das neue Dirigentenzeitalter

Ein globales Personalkarussell, jüngere Namen, mehr Diversität: Die Wechsel an den Spitzen der Orchester markieren mehr als Routine. In der Klassik formiert sich ein neues Selbstverständnis. Beobachtungen des Dirigenten John Axelrod.

Kann Klassik Social Media? 

Der newsletter von BackstageClassical: Wie kann Klassik in den sozialen Medien wirken? Außerdem: Die Retro-Mode beim Sängernachwuchs und Kölns große Eröffnungssause!

Salzburger Positionierungen

Salzburgs neue Intendantin Karin Bergmann geht ein wenig auf Distanz zu Markus Hinterhäuser und kritisiert fehlende Aufklärung zu dessen Abgang. Zugleich wird bekannt, dass Präsidentin Kristina Hammer bei der kommenden Festspieleröffnung nicht

Verpassen Sie nicht ...