Chaslin erklärt Epstein-Beziehung

März 30, 2026
1 min read
Der Dirigen Frédéric Chaslin (Foto: Mailänder Scala)

Der französische Dirigent Frédéric Chaslin hat sich nach der kurzfristigen Absage seines Engagements am Teatro Massimo in Palermo in einem offenen Brief an das Orchester und den Chor des Hauses gewandt.

Hintergrund ist die Entscheidung der Oper, die Zusammenarbeit mit Chaslin wegen seiner in der Öffentlichkeit diskutierten Kontakte zum verstorbenen US‑Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu beenden.

In dem am 25. März in Paris datierten Schreiben erklärt Chaslin ausführlich seine Sicht der Ereignisse. Er betont, er habe Epstein nur viermal in acht Jahren getroffen – ausschließlich zu beruflichen Zwecken und stets im Beisein von Zeugen. Er habe nie Geld von Epstein erhalten und sei laut einem Schreiben des US‑Justizministeriums in keiner Form Beschuldigter oder Gegenstand von Ermittlungen.

Chaslin schildert, er habe Epstein über seine damalige Verlobte kennengelernt, eine Broadway‑Produzentin, die in Studienzeiten mit Epstein liiert gewesen sei. Es sei ein Fehler gewesen, sich nicht intensiver über Epsteins Vergangenheit zu informieren.

Zudem weist der Dirigent den Vorwurf sexueller Nötigung durch eine amerikanische Sopranistin entschieden zurück und kündigt rechtliche Schritte an. Die Entscheidung des Theaters, seine Teilnahme an der Inszenierung von Verdis „Aida“ abzusagen, bedauere er zutiefst. Er würdigt zugleich das hohe künstlerische Niveau und die menschliche Qualität des Ensembles.

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