BackstageClassical: Top 5 Aufnahmen der Woche

September 25, 2026
1 min read
Der Dirigent Jakub Hrůša
Der Dirigent Jakub Hrůša (Foto: Salzburger Festspiele, Lenhard)

Jede Woche stellt BackstageClassical die fünf spannendsten Neuerscheinungen vor. Dieses Mal: Eine große Oper, ein Berliner Philharmoniker-Debüt und ein Spaziergang durch Frankreich.

Smetana: »Libuše« – Kateřina Kněžíková, Adam Plachetka, Tschechische Philharmonie, Jakub Hrůša, Tschechische Philharmonie, Jakub Hrůša, Supraphon
Smetanas monumentale Festoper, aufgenommen 2024 mit Hrůša und der Tschechischen Philharmonie: Ein echter Klotz für die Ohren. Authentischer geht es nicht!

HIMARI: »Debut« – Berliner Philharmoniker, Sebastian Weigle, Chelsea Wang, Decca Classics
Was für ein Debüt: Mit nur 15 Jahren nahm Himari gleich Wieniawskis selten gespieltes erstes Violinkonzert mit den Berliner Philharmonikern auf. Eine Live-Aufnahme, die aufhorchen lässt. Und: Nach den alten Solti-Aufnahmen die erste Decca-Aufnahme mit den Berlinern seit 30 Jahren.

Manuel de Falla: »El sombrero de tres picos« u. a. – Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Domingo Hindoyan
Onyx
Hier geht es um die Erweiterung eines Kosmos: Zu hören sind nicht allein die bekannten Ballette, sondern auch »Homenajes« und Francisco Colls neue Orchestrierung der ursprünglich für Rubinstein geschriebenen »Fantasía Bética«.

Alexandre Tharaud: »Mémoire«, Erato / Warner Classics
27 französische Miniaturen von 27 Komponisten: Ein aufregender Rundgang durch die französische Klaviermusik von Couperin, Gounod, Massenet, Debussy, Rave bis zu Lili Boulanger. Die eigenen Tharaud-Transkriptionen machen diese Aufnahme weniger zur Anthologie zu einem musikalischen Selbstporträt.

Chopin: The Complete Études – Aaron Pilsan, Alpha Classics
Der österreichische Pianist nimmt sich nach seinen vielbeachteten Bach-Aufnahmen nun Chopins kompletten Etüden vor. Und tatsächlich hört man das: Chopin mit klarer Struktur, klarem Aufbau – und trotzdem großer Lust am Spiel.

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

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