Volpi verlässt Hamburger Ballett

Juni 10, 2025
1 min read
Hamburgs Ballett-Chef Demis Volpi (Foto: Strauch)

Nach massiver Kritik: Hamburgs Ballett und sein Leiter, Demis Volpi, werden in Zukunft getrennte Wege gehen.

English summary: Due to heavy criticism, Demis Volpi and Hamburg Ballet part ways after just one year. His contract was terminated early amid allegations of a toxic work environment. Interim leadership is being arranged.

Das Hamburg Ballett und sein Intendant Demis Volpi gehen nach nur einem Jahr getrennte Wege. Wie die Kulturbehörde am Dienstag mitteilte, wurde der Vertrag des 39-jährigen Deutsch-Argentiniers vorzeitig zum Ende der Spielzeit aufgelöst, Volpi ist ab sofort freigestellt. Hintergrund sind anhaltende öffentliche Auseinandersetzungen um den Führungsstil des Nachfolgers von John Neumeier. Mehr als die Hälfte der Kompanie hatte in einem offenen Brief ein »toxisches Arbeitsklima« beklagt, auch ehemalige Tänzerinnen und Tänzer aus Volpis Zeit an der Deutschen Oper am Rhein erhoben ähnliche Vorwürfe.

Wer die Nachfolge übernimmt, ist noch offen. Die Leitung soll zunächst interimistisch auf mehrere Schultern verteilt werden, Gespräche mit dem stellvertretenden Ballettintendanten Lloyd Riggins, Ballettbetriebsdirektor Nicolas Hartmann und der stellvertretenden Direktorin der Ballettschule Gigi Hyatt laufen.

Volpi erklärte, seine Vision einer modernen, offenen Zusammenarbeit habe sich unter den aktuellen Bedingungen nicht verwirklichen lassen. Kultursenator Carsten Brosda kündigte an, die Interimsleitung werde die Arbeit im Sinne der bisherigen Planungen fortführen und die Voraussetzungen für eine langfristige Nachfolge schaffen.

Text wurde mit Hilfe von KI verfasst.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Kolesnikowa ist frei

In Belarus ist die prominente Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa nach mehr als vier Jahren Haft freigelassen worden. Das bestätigten Oppositionskreise und Menschenrechtsorganisationen.

Braunschweig: Aus Karstadt wird Konzert-Stadt

Die Stadt Braunschweig treibt die Pläne für ein „Haus der Musik“ im früheren Karstadt-Gebäude in der Innenstadt weiter voran. Das traditionsreiche Warenhaus soll zu einem Konzert- und Bildungsstandort mit überregionaler Ausstrahlung umgebaut

Aida ohne Seekrankheit

Kassel reagiert auf Kritik und verzichtet vorerst auf die Videos in seiner Aida-Produktion. Das Verhältnis zwischen Intendant und Orchester bleibt zerrüttet.

Liebe ARD,

im Ernst: ich will Dich doch so gern lieben! Aber Du machst es mir wirklich schwer. Wovor hast Du denn Angst? Vor den Nazis (die schimpfen eh!)? Dass Du zu klug wirkst

Chailly aus Oper ins Krankenhaus

Der italienische Dirigent Riccardo Chailly hat an der Mailänder Scala während einer Aufführung einen Schwächeanfall erlitten. Die Vorstellung wurde daraufhin abgebrochen, der 72-Jährige kam ins Krankenhaus.​ Chailly brach am Mittwochabend während einer

Mach mir die Mallwitz

PR Agenturen sind die heimlichen Strippenzieher hinter den Klassik-Kulissen. Wer sind die großen Anbieter in Deutschland? Wie arbeiten sie? Eine Bestandsaufnahme. 

Liebe Protestler,

all ihr Demonstranten in Stuttgart, bei den Münchner Symphonikern, von Berlin bis ins österreichische Baden – Ihr habt ja Recht: Kultur ist existenziell. Was abgeholzt wird, wächst nicht wieder nach. Und, ja:

Verpassen Sie nicht ...