Studie will Musikmarkt nach Corona resilienter machen

Mai 9, 2024
1 min read
Wo steht der Musikmarkt nach der Pandemie? Eine Umfrage soll Antworten bringen (Foto: IMG Artists)

Das Forum Musikwirtschaft startet eine große Umfrage und untersucht das Standing der Branche nach der Corona-Pandemie. So soll der Markt resilient aufgestellt werden. BackstageClassical unterstützt die Aktion.

BackstageClassical unterstützt die neue Marktwirtschafts-Umfrage des Forums Musikwirtschaft, in der grundlegende Daten über die Branche erhoben werden sollen. Das Ziel der Studie ist es, Zahlen zu generieren, die der ganzen Branche helfen sollen, den Stellenwert der Musikwirtschaft zu erkennen. Das Forum Musikwirtschaft befragt sowohl Unternehmen als auch Selbständige aus allen Sparten und Genres – von Konzert, Tournee bis Festival; von Jazz, über Klassik bis Pop und Rock – über ihre Erfahrungen. 

Johannes Everke

Der Geschäftsführer des BDKV, Johannes Everke, erklärt: »Insbesondere nach der Corona-Pandemie möchten wir erfahren, welche Veränderungen seit 2020 eingetreten sind. Die Wirtschaft hat in den letzten Jahren eine zunehmend volatile, unsichere, komplexe und mehrdeutige Dynamik erlebt, die wir als VUCA bezeichnen. Um in solch turbulenten Zeiten resilient und erfolgreich zu sein, ist Klarheit über die eigene Position unerlässlich. Wir ermutigen alle Unternehmen und Akteure dazu, sich zum eigenen Nutzen und zum Wohl aller Beteiligten an der Studie zu beteiligen.«

Das Institut Oxford Economics wurde von den Branchenverbänden aus dem Forum Musikwirtschaft (BDKV, BVMI, DMV, EVVC, IMUC, SOMM, VUT) sowie der EVVC gemeinsam mit GEMA und GVL beauftragt, die volkswirtschaftliche Bedeutung der Musikwirtschaft zu ermitteln. Die Studie wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg gefördert und baut auf vergangene Untersuchungen aus den Jahren 2015 und 2020 auf.

In der Umfrage wird nach Einnahmen, Kosten sowie Beschäftigung für die Geschäftsjahre 2023 (bzw. 2022) gefragt. Dadurch können die Bruttowertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Musikwirtschaft umfassend dargestellt werden – in allen dazugehörigen Teilsektoren und inklusive der großen Zahl von Selbständigen, die in anderen Branchenreports in der Regel unberücksichtigt bleiben. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und nur anonym ausgewertet. In der Ergebnisdarstellung sind Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen oder Personen nicht möglich.

Die Teilnahme an der Umfrage dauert etwa 20 Minuten und ist bis zum 19. Mai 2024 möglich.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Causa Roth: Neue Hinweise auf Übergriffe auch beim SWR

Nun berichtet auch der SWR, dass bei ihm im Falle seines designierten Chefdirigenten François-Xavier Roth »erste inoffizielle Hinweise« eingegangen seien. Man prüfe die Vorwürfe und werde derweil keine weiteren Auskünfte geben.

Champagner für alle!

Im aktuellen Podcast »Alles Klar, Klassik?« besprechen Dorothea Gregor und Axel Brüggemann die Klassik-Woche: Vom Umgang mit moralischen Verfehlungen bis zum Catering in den Pausen. In dieser Folge von Alles klar, Klassik?,
Roth Text

Was kommt nach dem Dickpic?

Wie gehen wir mit Künstlerinnen und Künstlern um, die moralische Grenzen überschritten haben? Vollkommene Transparenz scheint sowohl für die Opfer als auch für die Rehabilitation der Täter wichtig zu sein. Aber können

Vorwürfe gegen François-Xavier Roth

Das französische Magazin Le Canard enchaîné erhebt schwere Vorwürfe gegen den Dirigenten. Sieben Musikerinnen und Musiker berichten von Übergriffen. Auch das VAN Magazin hat berichtet.

Milo Raus Sozialkitsch-Mozart

Milo Rau bringt bei den Wiener Festwochen seine La Clemenza di Tito mit und zeigt unfreiwillig, dass verkitschte Sozialromantik in diesen Zeiten eine ziemlich zahnlose Kunst ist.