Oper auf Betrug

April 11, 2024
1 min read
Karte der Hamburgischen Staatsoper
Karte für die Hamburgische Staatsoper (Foto: Privat)

Das ist echte Opern-Leidenschaft: Eine Frau wurde in Hamburg verurteilt, weil sie für Staatsopern-Karten betrogen hat.

So richtig klappt es mit dem Publikum an der Hamburgischen Staatsoper schon seit einiger Zeit nicht mehr. Und nun hat das Haus am Gänsemarkt einen weiteren echten Opern-Groupie verloren: Die 61jährige Christina H. war sogar bereit, für ihre Opernleidenschaft zu betrügen. Um billiger an beste Karten zu gelangen, fälschte sie einen Mitarbeiter-Ausweis samt Foto. So bekam sie dicke Rabatte für die besten Plätze. Statt 230 Euro für die Oper Lady Macbeth zahlte sie lediglich 32 Euro. Mindestens 21 Betrugsfälle (auch an anderen Theatern) konnte die Staatsanwaltschaft der Opern-Enthusiastin nachweisen. Ihr Trick flog letztlich an der Abendkasse auf.

Nun fällte das Gericht ein Urteil: 90 Tagessätze a 70 Euro! BILD berichtet, dass die Opern-Freundin seither nicht mehr in die Oper geht: »Es ist zu emotional. Jedes Mal, wenn ich an der Staatsoper vorbeigehe, wird mir mein begangenes Unrecht bewusst.«

Die Strafe ist gesühnt – nun ist Zeit für einen Neuanfang! Liebe Hamburgische Staatsoper: Wie wäre es mit folgendem Deal. Ein kleines Opern-Abo für Christina H. gegen eine Werbung für Euch bei BackstageClassical?

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

dieses Mal war es das Berliner Boulevard-Blatt BZ, das die Kosten-Rechnung aufgemacht hat: Während man in der Hauptstadt durchschnittlich 62,20 Euro für ein Opernticket hinblättert, zahlt der Staat für jedes verkaufte Ticket noch mal 251,60

Mickischs Leitmotiv-Erbe in Buchform

Bei seinem ersten Bayreuth-Besuch traf Stephan Knies den Wagner-Experten Stefan Mickisch. Aus seiner Leidenschaft für Wagners Leitmotive entstand nun ein Buchprojekt, das seine einzigartige Analyse des »Rings« fortführt und erstmals in Buchform

Theater Chemnitz wehrt sich gegen Sparmaßnahmen

Die Theaterleitung der Städtischen Theater Chemnitz warnt vor massiven Einschnitten für das künstlerische Angebot, sollte der Vorschlag umgesetzt werden, alle Sparten künftig nur noch im Opernhaus zu bündeln und das Schauspielhaus aufzugeben.

Opernhäuser beraten Umbauten

Die führenden Opernhäuser im deutschsprachigen Raum trafen sich in München, um enger bei teuren Sanierungen und Interimsspielstätten zusammenzuarbeiten und ihre künstlerische Kontinuität zu sichern.

Graben im Klang des Schicksals

In der Komischen Oper Berlin treffen MOOR MOTHERs radikale Klangkunst und Tschaikowskis fünfte Symphonie aufeinander. Ein Abend über kollektive Erinnerung, Befreiung und die tiefen Resonanzen von Trauma und Triumph in Musik.

Anna Handler geht nach Los Angeles

Die deutsch-kolumbianische Dirigentin und Pianistin Anna Handler wird ab der Saison 2026/27 »Conductor-in-Residence« beim Los Angeles Philharmonic.

Probier doch mal was Neues!

Jeder will eine Stradivari. Wirklich jeder? Es gibt großartige Instrumente, die heute gebaut werden. Im BackstageClassical-Podcast erklärt Geigenbauerin Julia Pasch, warum ein neues Instrument durchaus Vorteile für Solisten aber auch für Orchester

Lieber Teodor Currentzis,

ich habe mich lange genug an Ihnen abgearbeitet. Besonders, als Sie noch SWR-Kohle von unseren öffentlich-rechtlichen Rundfunkgebühren kassiert haben und Ihr russisches Ensemble gleichzeitig Rubel von Gazprom und der VTB-Bank abgegriffen hat. 

Liebe Oper,

Du hast es auch nicht immer leicht. Was für schöne Namen haben wir Dir schon gegeben! Du warst unser »Kraftwerk der Gefühle« (Alexander Kluge),  »Debattenort unserer Städte« oder – ganz früher –

Verpassen Sie nicht ...