Einigung auf Planung für neues Opernhaus in Hamburg

Februar 7, 2025
1 min read
Die Hamburgische Staatsoper (Foto: BC)

Die Stadt Hamburg und die Kühne-Stiftung haben sich offenbar auf die Planung eines neuen Opernhauses geeinigt.

Nach Informationen von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal wollen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Kultursenator Carsten Brosda (SPD), Jörg Dräger, Geschäftsführender Stiftungsrat der Kühne-Stiftung, und Karl Gernandt, Präsident der Kühne Holding AG, den Vertrag zur Planung und Realisierung des Projekts vorstellen.

Der Hamburger Milliardär Klaus-Michael Kühne stellt für den Bau auf dem Baakenhöft in der Hafencity 330 Millionen Euro zur Verfügung. Das neue Opernhaus soll innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre entstehen. Die alte Staatsoper in der Dammtorstraße soll als Kulturort erhalten bleiben.

Ursprünglich war die Einigung bereits für Dienstag erwartet worden, doch Kühne hatte einen Notartermin kurzfristig abgesagt, um weiteren Gesprächsbedarf zu klären. In den vergangenen Tagen hatte es Kritik an den geheim geführten Verhandlungen gegeben. Gegner des Projekts befürchten steigenden Einfluss des Mäzens sowie eine Gefährdung des bisherigen Opernstandorts.

Die Stadt und die Kühne-Stiftung betonen, dass das neue Haus ein architektonisch herausragendes Gebäude werden soll, das optimale Bedingungen für die Hamburgische Staatsoper bietet und öffentlich zugänglich bleibt.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Chan Francisco

Elim Chan wird ab September 2027 neue Musikdirektorin des San Francisco Symphony. Die Dirigentin ist bereits designiert und steht Anfang Juni erstmals in neuer Funktion am Pult.

Liebes Utopia-Orchester,

Das Utopia Orchester hat ein neues Video auf Instagram veröffentlicht – Currentzis wirkt hier ein wenig wie der alte Karajan.

Gewandhaus-Radio im Fokus der Medienaufsicht

Die Sächsische Landesmedienanstalt prüft das Gewandhaus-Radio: Ist der Sender unabhängiges Klassikangebot oder PR-Instrument eines städtischen Orchesters? Die Vorwürfe wiegen schwer – und könnten grundsätzliche Fragen der Rundfunkordnung berühren.

Lieber Evgeny Kissin,

Evgeny Kissin durfte in Chicago keine Zugaben mehr spielen - die Halle war unter Zeitdruck. Darüber beschwert er sich auf Instagram – zu Recht.

Gut abgehangener Skandal

Im dritten und letzten Teil unseres Saisonchecks schauen wir nach Hannover,  Stuttgart, Nürnberg, Wien und Berlin.

Intendanten und Dirigenten: Wer bestimmt wen?  

Newsletter: während Dirigenten mangelndes Gespür für die Musik in den Intendanzen bemängeln, kritisieren nun einige Intendanten das zunehmend mangelnde Engagement ihrer musikalischen Leiter. Und das ist nur eine Debatte dieser Woche! 

Gelb klebt am Sessel

Metropolitan-Opernchef Peter Gelb will nun doch nicht über einen baldigen Rückzug nachdenken. Er kann sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen.

Felicity Lott ist tot

Die britische Sopranistin starb im Alter von 79 Jahren. Mit ihr verliert die Opernwelt eine der prägenden lyrischen Stimmen ihrer Generation.

»Das Theater ist keine REWE-Filiale«

Neil Barry Moss wird neuer Generalintendant in Münster. Ein Gespräch über die Rolle von Stadttheatern, die Inszenierung von »Brünnhilde brennt«, über Punkbands – und über Tattoos.

Verpassen Sie nicht ...