Bachfest Leipzig hält an Gardiner-Einladung für 2027 fest

August 31, 2026
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Der Dirigent John Eliot Gardiner (Foto: Clarke)

Das Bachfest Leipzig hält trotz der Vorwürfe gegen den britischen Dirigenten John Eliot Gardiner an dessen Einladung für 2027 fest. Das hätten Vorstand und Intendant des Bachfests gemeinsam mit dem Stiftungsrat bei einer Sitzung am 27. August beschlossen, berichtet das Klassik-Magazin »VAN«. Gardiner soll demnach im Juni 2027 mit seinem Constellation Orchestra & Choir das Abschlusskonzert des Festivals mit Bachs h-Moll-Messe dirigieren.

Hintergrund ist ein Vorfall beim diesjährigen Bachfest. Der 83-Jährige hatte sich beim Schlussapplaus nach einem Konzert in der Leipziger Thomaskirche gegenüber einer Mitarbeiterin des Festivals grenzüberschreitend verhalten. Die Mitarbeiterin erstattete anschließend Strafanzeige wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung. Der Fall wird derzeit von der Staatsanwaltschaft Leipzig geprüft.

Gardiner weist den Vorwurf der sexuellen Belästigung zurück. Er habe die Situation missverstanden und sich bereits kurz nach dem Konzert bei der Mitarbeiterin entschuldigt. Das Bachfest selbst hatte sein Verhalten als »grenzüberschreitendes Fehlverhalten« bezeichnet und angekündigt, die Einladung für 2027 zu überprüfen.

Unter anderem der frühere Pfarrer der Leipziger Thomaskirche, Christian Wolff, hatte eine Ausladung Gardiners gefordert. Auch andere Veranstalter reagieren auf die Vorwürfe: Beim Musikfest Bremen übernahm zuletzt Gardiners Assistent Finan Jones die Leitung eines Konzerts. Die Konzertreihe Soli Deo Gloria in Wolfsburg verschob den Vorverkauf für ein geplantes Gardiner-Konzert im Juni 2027. Beim Festival »Erasmus klingt!« in Basel soll Gardiner dagegen wie geplant am 6. September das Eröffnungskonzert dirigieren.

Dieser Text ist in der Recherche auch mit Hilfe von KI entstanden. Aber jeder Text wird bei BackstageClassical vor der Veröffentlichung redaktionell überarbeitet.

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