Nicht nur nach prominenten Namen suchen

August 25, 2026
1 min read
Karin Bergmann (Foto: Neumayr, Salzburger Festspiele)

In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten äußert Intendantin Karin Bergmann sich über die Zukunft der Salzburger Festspiele.

Bei der Suche nach einer dauerhaften Nachfolge für die Festspielintendanz hält sich die derzeitige Intendantin der Salzburger Festspiele, Karin Bergmann, in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten zurück. Sie selbst war nach der vorzeitigen Trennung von Markus Hinterhäuser als Übergangsintendantin verpflichtet worden. 

Entscheidend sei es, eine Persönlichkeit zu finden, die die besondere Struktur des Festivals akzeptiere und gestalten wolle. Der künftige Intendant oder die künftige Intendantin müsse mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Interessen umgehen können. »Da muss jemand Lust darauf haben«, sagte Bergmann den Salzburger Nachrichten.

Komplexe Aufgaben der Zukunft

Zugleich machte sie deutlich, dass die Aufgabe nicht allein auf künstlerische Entscheidungen reduziert werden könne. Die Leitung müsse auch mit den komplexen organisatorischen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen der Festspiele umgehen. Bergmann warnte davor, die Suche nach einer neuen Leitung ausschließlich auf prominente Namen zu konzentrieren.

Bergmann zog zufrieden Bilanz über die gerade beendeten Festspiele. Für die Spielzeit 2027 sei sie bereits intensiv in die Planungen eingebunden. Das Schauspiel soll aus drei Produktionen bestehen, von denen eine bereits komplett besetzt sei. Dabei will Bergmann mehr Frauen als Männer engagieren. »Frauen? Man muss sie nicht mehr suchen«, sagte die Intendantin. Sie habe bei Proben in diesem Sommer zahlreiche Regisseurinnen, Dirigentinnen und weitere Künstlerinnen erlebt. Die Vorstellung, geeignete Frauen seien schwer zu finden, hält sie für überholt.

Ausweichspielstätte für 2028

Auch die Konzertplanung sei weit fortgeschritten, erklärt Bergmann. BackstageClassical hat Gerüchte gehört, nach denen zu Beethovens-Todesjubiläum unter anderem die Beethoven-Symphonien mit Riccardo Muti geplant seien.

Deutlich schwieriger wird nach ihrer Einschätzung die Saison 2028. Dann soll im im großen Festspielhaus eine umfangreiche Sanierung beginnen. Für die erste Bauphase seien rund 86 Millionen Euro vorgesehen. Die Arbeiten müssten bei laufendem Festspielbetrieb organisiert werden. »Wenn man zu bauen anfängt, ist das Projekt an irgendeiner Stelle aufzuschnüren, begibt man sich auf gefährliches Terrain«, sagte die Intendantin. Deshalb müsse der erste Bauabschnitt so geplant werden, dass er mit dem Festspielbetrieb vereinbar bleibe.

Bergmann geht davon aus, dass die Festspiele 2028 stärker auf verschiedene Orte in Salzburg ausweichen müssen. Dabei denkt sie auch über ungewöhnliche Spielstätten nach.

Wiener Philharmoniker sind DNA

Für die Zukunft der Festspiele hält sie außerdem eine enge Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern für wichtig. Auf die Frage, ob der neue Vertrag mit dem Orchester bereits ausgehandelt sei, sagte Bergmann, beide Seiten wüssten, was sie voneinander hätten. Die Partnerschaft solle fortgesetzt werden. Die Wiener Philharmoniker bezeichnete sie zugleich als »Teil der DNA und im Herzen« der Salzburger Festspiele.

BackstageClassical wird sich kommende Woche in einem großen Text auch mit der Nachfolge der Intendanz bei den Salzburger Festspielen beschäftigen.

Dieser Text ist in der Recherche auch mit Hilfe von KI entstanden. Aber jeder Text wird bei BackstageClassical vor der Veröffentlichung redaktionell überarbeitet.

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