Poschner neuer Chefdirigent beim RSO

Februar 18, 2025
1 min read
Poschner
der Dirigent Markus Poschner (Foto Orchestra della Svizzera italiana, Kikkas)

Das Gerücht kursierte schon einige Zeit, nun ist es offiziell: Markus Poschner wird neuer Chefdirigent des RSO in Wien.

English summary: Markus Poschner becomes the new chief conductor of the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra, succeeding Marin Alsop. Amid funding concerns, he urges swift action to secure the RSO’s future, stressing its cultural significance.

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) hat einen neuen Chefdirigenten: Markus Poschner übernimmt die Position als Nachfolger von Marin Alsop. Poschner, der zuletzt mit dem Brucknerorchester Linz große Erfolge feierte, bezeichnet das RSO als »hochsensibles, leidenschaftliches Spitzenorchester«.

Die Ernennung Poschners erfolgt inmitten laufender Diskussionen über die Zukunft des RSO. Trotz früherer Bekenntnisse zur Erhaltung des Orchesters könnten neue Sparpläne des ORF erneut zu Unsicherheiten führen. Poschner zeigt sich jedoch entschlossen: »Das RSO ist seit Jahrzehnten ein einzigartiges Aushängeschild Österreichs. Es wäre absurd, darauf zu verzichten.« Er betont die gesellschaftliche Bedeutung von Musik, insbesondere in herausfordernden Zeiten.

Poschner fordert eine rasche Umsetzung des bereits erarbeiteten Zukunftskonzepts für das RSO. »Wir sind müde, zum Spielball der Politik degradiert zu werden«, so der Dirigent. Er sieht das Orchester als essenziellen Bestandteil der österreichischen Kultur und betont dessen Rolle zwischen Tradition und Moderne.

Erste Reaktionen aus der Wiener Musikszene sind durchweg positiv. Vertreter des Musikvereins, des Musiktheaters an der Wien und des Konzerthauses begrüßen die Wahl Poschners und loben die Bedeutung des RSO als kulturelle Institution und wesentlichen Bestandteil des ORF-Kulturauftrags.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Mehr Verantwortung für die Musik wagen 

Newsletter: Heute geht es um Verantwortung, in der musikalischen Lehre, im Feuilleton, in der Kulturförderung, in unseren Debattenräumen – und natürlich bei den Salzburger Festspielen.

Chaslin erklärt Epstein-Beziehung

Der französische Dirigent Frédéric Chaslin hat sich nach der kurzfristigen Absage seines Engagements am Teatro Massimo in Palermo in einem offenen Brief an das Orchester und den Chor des Hauses gewandt. Hintergrund

Gold Rush in der Polka Bar

Ein Western im Westen: Das Essener Aalto-Theater hat sich an Puccinis »La fanciulla del West« gewagt – und gewonnen. Johannes Mundry hat die Premiere besucht.

Die Bibel musikalisch

Einer weitere Offenbarung: Daniel Harding dirigiert Haydns »Schöpfung« bei den Salzburger Osterfestpielen.

Liebes Hagen-Quartett,

das war’s? Schluss? Ende? Aus? Nach über vier Jahrzehnten? Das soll er sein, Euer letzter Auftritt beim Lucerne Festival? Kaum zu glauben. Wenn Euer letzter Ton verklingt, verklingt eine Ära. Ihr habt 1981

So haben Sie den »Ring« noch nie gehört!

Bei den Salzburger Osterfestspielen wird Kirill Petrenko zum Nikolaus Harnoncourt für Richard Wagner: Ein Entdecker und Tiefseetaucher, der die Leitmotive längst hinter sich gelassen hat.

Selbstverwaltung, Klangideal und Unabhängigkeit 

»Die Politik braucht uns« – Im BackstageClassical-Podcast verteidigen die Wiener Philharmoniker ihren Kurs gegen Kritik. Vorstand Daniel Froschauer und Geschäftsführer Michael Bladerer sprechen über die USA-Tournee, ihr Klangideal, neue Dirigentinnen und den Stellenwert

Verpassen Sie nicht ...