Pläne für Interim in Salzburg konkretisieren sich

Januar 6, 2026
1 min read
Die Salzburger Festspiele (Foto: Salzburg Tourismus)

Die Isarphilharmonie und das Festival in Verbier sind Modelle für die Ausweichspielstätten der Salzburger Festspiele.

English summary: The Salzburg Festival plans a temporary steel venue during renovations, inspired by Munich’s Isarphilharmonie and Verbier’s Salle des Combins, to host concerts and concert operas.

Salzburg (BC) – Die Salzburger Festspiele konkretisieren ihre Pläne für eine Ersatzspielstätte während der Sanierung des Festspielbezirks. Das Kuratorium hat Mitte Dezember zwei mögliche Standorte ausgewählt: die Stiegl-Gründe in Maxglan und eine Wiese beim ehemaligen Kloster St. Josef im Nonntal. Während der voraussichtlich achtjährigen Bauphase ab 2025 soll hier eine ganzjährig nutzbare Stahlbauhalle entstehen, in der Konzerte und konzertante Opern stattfinden können.

Als Vorbilder dienen nach Berichten der Salzburger Nachrichten die »Salle des Combins« des Festivals in Verbier und die Münchner Isarphilharmonie. Der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz betont die Bedeutung einer altstadtnahen Lösung: Besucher suchten nicht nur Musik auf höchstem Niveau, sondern das »Gesamterlebnis Salzburger Festspiele«.

Werkstätten auf dem Puma-Areal

Für das Projekt stehen laut Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) insgesamt 34,8 Millionen Euro bereit, davon sei etwa ein Drittel für die Halle vorgesehen, berichten die Salzburger Nachrichten. Die übrigen Mittel dienen der temporären Unterbringung von Werkstätten und Büros. Dafür wurde bereits das ehemalige Puma-Hauptquartier an der Münchner Bundesstraße angemietet, wo ab 2027 technische Abteilungen und Werkstätten untergebracht sein werden.

Crepaz zufolge sind Ersatzlösungen dringend nötig: Rund die Hälfte der Ticketerlöse stammen aus Veranstaltungen im Großen Festspielhaus mit seinen 2179 Plätzen. Dessen Schließung ist derzeit ab Herbst 2027 bis Frühling 2030 geplant. Das Kuratorium ließ jedoch prüfen, ob die Nutzung bis Sommer 2028 verlängert werden kann, um die Ausfallzeit zu verkürzen und die Kosten gleichmäßiger zu verteilen.

Parallel wird der Neubau des Festspielzentrums hinter der Pferdeschwemme im Sommer 2026 abgeschlossen. Ab Herbst 2026 beginnen die Arbeiten an den neuen Werkstätten im Mönchsberg. Bereits ab den Sommern 2027 und 2028 sollen die Salzburger Festspiele eine Interimsspielstätte für mindestens fünf szenische Musiktheaterwerke pro Saison benötigen.

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