Wien schießt Strauss-Walzer ins All

März 12, 2025
1 min read
Der Donauwalzer ins All (Foto: YouTube)

Der Donauwalzer für Außerirdische? Am 31. März will die ESA die Musik in den Weltraum schießen.

English summary:Johann Strauss’ The Blue Danube waltz, famously linked to space through 2001: A Space Odyssey, will be sent into space for Strauss’ 200th birthday and ESA’s 50th anniversary. This »space anthem« corrects NASA’s 1977 omission of Strauss from the Voyager probes. The Vienna Symphony Orchestra will perform it on May 31 at the MAK, while an ESA antenna transmits it, symbolizing a link between humanity and extraterrestrials.

Warum der Donauwalzer ins All muss

Der Donauwalzer von Johann Strauss (Sohn) ist nicht nur mit der schönen blauen Donau verbunden, sondern auch mit dem Weltraum, vor allem durch den Filmklassiker 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick.

Zum 200. Geburtstag von Strauss und dem 50. Jubiläum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) wird nun die »Weltraumhymne« Donauwalzer ins All gesendet. Dafür haben sich die Veranstalter ein ganz besonders Narrativ einfallen lassen: Sie behaupten, dass nun vollendet würde, was die NASA 1977 angeblich versäumte: Den Walzer auf die Voyager-Sonden mitzunehmen. Damals wurden zwar Werke von Bach, Mozart und Beethoven ist All geschossen, aber kein Strauss. Warum das so ist, erklärt ein ironischer Werbefilm von Wien Touristik (siehe oben).

Doku zum Donauwalzer im All

Die Wiener Symphoniker werden das Stück am 31. Mai im Museum für angewandte Kunst (MAK) aufführen, während eine ESA-Antenne das Signal ins All sendet. Ziel ist es, den Donauwalzer als symbolische Verbindung zwischen der Menschheit und möglichen Außerirdischen in den Weltraum zu übertragen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Endlich bekommt Venedig ein richtiges Wagner-Museum

Nach mehr als 30 Jahren Planung wird ein Richard-Wagner-Museum in Venedig Realität: Ein Abkommen sichert die Zukunft der Wagner-Räume im Palazzo Vendramin Calergi. Ab 2027 soll das Haus Teil des städtischen Museumsnetzwerks

Was ist los in der Klassik?

Podcast: Hannah Schmidt und Axel Brüggemann debattieren die neue Theater-Saison, Opern-Finanzierung, Salzburger Festspiele und Wolfram Weimer.

Der große Spielplan-Check

Die neue Opernspielzeit steht vor der Tür. In Folge I checkt BackstageClassical die Spielpläne der großen Häuser: Vielfalt ist das Motto – und allerhand Namen von der Stange.

Ermittlungen am Teatro San Carlo

Die Polizei in Italien ermittelt Unregelmäßigkeiten am Theater in San Carlo. Im Zentrum stehen Ex-Intendant Stéphane Lissner und verschiedene Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen Asmik Grigorian, Claus Guth und Jonas Kaufmann.

Lieber Jackie Chan,

Turandot hat in den letzten 100 Jahren ja schon viel erlebt, unter anderem eine Inszenierung direkt in der Verbotenen Stadt in Peking. Aber Puccinis Chinaoper als Martial-Arts-Spektakel, das ist wirklich neu! Sie

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

dieses Mal war es das Berliner Boulevard-Blatt BZ, das die Kosten-Rechnung aufgemacht hat: Während man in der Hauptstadt durchschnittlich 62,20 Euro für ein Opernticket hinblättert, zahlt der Staat für jedes verkaufte Ticket noch mal 251,60

Mickischs Leitmotiv-Erbe in Buchform

Bei seinem ersten Bayreuth-Besuch traf Stephan Knies den Wagner-Experten Stefan Mickisch. Aus seiner Leidenschaft für Wagners Leitmotive entstand nun ein Buchprojekt, das seine einzigartige Analyse des »Rings« fortführt und erstmals in Buchform

Verpassen Sie nicht ...