»Tonzauber« in Wien bleibt bestehen

November 14, 2025
1 min read

Nach dem Tod seines Gründers Georg Burdicek führt das Wiener Tonstudio Tonzauber seine Arbeit fort.

Wien (BC) – Nach dem Tod ihres Gründers Georg Burdicek führt das Wiener Tonstudio Tonzauber seine Arbeit fort. Burdicek war am 23. August 2025 gestorben. Lange war unklar, wie es mit der Firma weitergehen sollte, die als sein Lebenswerk und zugleich als Ausdruck seiner Leidenschaft für höchste Klangqualität gilt.

Das verbliebene Team hat in den vergangenen Monaten über die Zukunft beraten und sich nun entschieden, die Arbeit in Burdiceks Sinne fortzusetzen. „Wir wussten, dass Georg sich nichts sehnlicher gewünscht hätte, als dass Tonzauber weiterlebt – mit dem gleichen Fokus, der gleichen Ruhe und Freude am perfekten Klang“, teilte das Team mit.

Das Wiener Konzerthaus, über Jahrzehnte hinweg Burdiceks berufliches Zuhause, soll dabei eine besondere Rolle spielen. Am vergangenen Wochenende realisierte Tonzauber dort die erste Live-Produktion einer neuen Ära – gemeinsam mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Myung-Whun Chung und dem Stargeiger Maxim Vengerov.

„Nichts wird je wieder so sein wie früher. Doch Georgs Geist, seine Haltung und sein Anspruch bleiben zentrales Element von Tonzauber“, erklärten seine Mitarbeiter. Das charakteristische blaue Quadrat, Burdiceks Markenzeichen, werde weiterhin auf vielen Produktionen erscheinen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Nelsons verlässt Boston im Streit

Der lettische Dirigent Andris Nelsons muss im Sommer 2027 nach 13 Jahren sein Amt als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra (BSO) abgeben. Das teilte das Board des Orchesters am Freitag mit. Die

Lieber Timothée Chalamet,

Der Schauspieler Timothée Chalamet hat die Klassik-Blase mit einem Satz auf die Palme gebracht. Opernhäuser reagierten weitgehend humorlos – eine verpasste Chance.

Ausschuss gegen Wedl-Wilson

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson steht wegen ihres Umgangs mit Fördermitteln aus einem Sonderbudget für Projekte gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus unter Druck.

Fingerübungen für Bach 

Der Literat Christoph Hein legt fünf Bach-Novellen vor. Eine Suite kleiner, literarischer Menuette: Leicht, beschwingt, dem Tode nahe – und mit beiden Beinen auf der Erde.

Liebe Blonde,

Du wolltest unbedingt auch Mal einen »Brief von Brüggi«. Pedrillo hat es nicht so mit Worten. Der Bassa hat nur Augen für Konszanze. Osmin schickt Dich ohne Brief in die Küche, und

Järvi Goes London

Der estnische Dirigent Paavo Järvi wird neuer Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra. Zur Saison 2028/29 wird er die Nachfolge von Edward Gardner antreten. Järvi ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Künstlerischer Leiter

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Vor 10 Jahren ist Nikolaus Harnoncourt gestorben. BackstageClassical-Herausgeber Axel Brüggemann hat ihn oft getroffen. Hier ein altes, inspirierendes XXL-Gespräch mit ihm über die Kriegs­ge­nera­tion, die Klangsprache und die „Knödel­theorie“.

Neue Bewegung in den Epstein-Klassik-Files

In neu veröffentlichten Epstein-Akten tauchen die Namen von Dirigent Frédéric Chaslin und Pianist Simon Ghraichy mehrfach auf. Beide weisen jede Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurück.

Lieber Ioan Holender,

Gratulation! Sie sind endgültig angekommen: Ganz unten und ganz rechts.  Also an dieser Stelle erschien jedenfalls Ihr Leserbrief in der Ösi-Zeitung Die Presse. Genau, in jenem Blatt, das in letzter Zeit besonders innig

Das Theater-Ensemble als Identifikation

Das Musiktheater steht unter Druck. Betroffen sind vor allem kleine und regionale Bühnen. Dabei bilden sie die Innovationskraft für die gesamte Sparte. Ein Plädoyer für den Erhalt und die Sicherung der regionalen

Verpassen Sie nicht ...