Theater an der Wien nicht pünktlich fertig

September 10, 2024
1 min read
Der Umbau am Theater an der Wien (Foto: Theater an der Wien)

Die Technink am renovierten Theater an der Wien muss noch fertig justiert werden – die ersten Aufführungen finden deshalb nur konzertant statt.

Die Eröffnung des Theater an der Wien von Intendant Stefan Herheim muss verschoben werden. Das Haus kann erst ab Januar regulär bespielt werden. Zwar wurde das Theater weitgehend im Zeitplan (und auch im Kostenplan) renoviert, aber bis alle technischen Abläufe funktionieren, braucht es noch Zeit.

Eigentlich war eine szenische Inszenierung von Mozarts Idomeneo zur Eröffnung am 12. Oktober geplant – sie wird nun konzertant geboten. Gleiches gilt für die zweite Produktion, Schumanns „Paradies und die Peri. Die Kinderoper Der kleine Prinz fällt ganz aus.

Intendant Stefan Herheim im Interview

»Da haben sich viele Dinge zusammenaddiert«, sagte Franz Patay von den Vereinigten-Bühnen. Schuld sei auch ein Gewitter mit Wassereintritt. »Um ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen der komplexen Bühnentechnik und aller technischen Bereiche garantieren zu können, sind eine Vielzahl an Schulungen, Einarbeitungen, Testläufen, Stresstests und Sicherheitschecks notwendig«, hieß es vom Theater. »Dieser intensive Prozess wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen«. 

Gekaufte Karten werden zurückgenommen. Der Eröffnungsakt findet aber wie geplant statt. Erste szenische Produktion ist die Strauss-Operette Das Spitzentuch der Königin am 18. Januar.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Lieber MDR,   

das war‘s also! Schluss. Ende. Aus. Du hast die terrestrische Ausstrahlung Deines Klassik-Senders eingestellt. »Nicht mehr zeitgemäß«, sagst Du. Kann man ja auch streamen.  Dabei bist Du sonst doch gar nicht so

Das Reich der kulturellen Mitte

China profitiert vom Chaos der Welt. Auch kulturell. In Peking gastieren sowohl Valery Gergiev und sein Mariinksy Orchester als auch die Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko.  

Liebe deutsche Schule,

früher hätte man vielleicht gesagt: »Du bist derzeit von einer curricularen Simplifizierung und inhaltlicher Entkernung geprägt, bei der nachhaltige Erkenntnisprozesse zugunsten kurzfristiger Kompetenzsimulation substituiert werden.« Aber wenn man so wäre wie Du,

Donald, Yannick, Lorenzo und Bert

Heute geht es im Newsletter um einen Ausblick auf das, was im neuen Jahr wichtig wird, ein Plädoyer für mehr Tiefe und um neue Klassik-Protagonisten.

Venezuela, Grönland, Kennedy-Center

Donald Trump entführt den Präsidenten von Venezuela und überlegt, Grönland zu annektieren. Das Kennedy Center in Washington hat er schon lange in seine Propagandamaschine integriert. Die kleine Geschichte einer großen Übernahme. 

Wie Konrad und Louis sich zum Bert machen

Konrad und Louis sollen die ARD-Klassik aufmischten und sorgen für Fremdscham. Dabei macht Opera Bert vor, dass Klassik so bedeutsam sein kann wie das Lackieren von Fingernägeln.

Er machte die Metropolitan Opera stark

Der Werber Bruce Crawford, einst Chef der Metropolitan Opera und später Vorsitzender des Lincoln Center, prägte New Yorks Opern- und Musikwelt über Jahrzehnte. Er starb mit 96 Jahren in Manhattan.