Selbst die AfD sanktioniert Cellist Moosdorf

September 12, 2025
1 min read
Russisches Plakat mit Matthias Moosdorf (Foto: Screenshot)

Nach einer unangemeldeten Russlandreise wurde der Abgeordnete mit einem Ordnungsgeld von 2.000 Euro belegt und darf sechs Sitzungswochen lang im Bundestag nicht sprechen.

English summary: AfD MP Matthias Moosdorf was fined €2,000 and banned from speaking in the Bundestag for six weeks after an unauthorized Russia trip, which he defends as private and musical.

Berlin (BC) – Die AfD-Bundestagsfraktion hat ihren Abgeordneten, den Cellisten Matthias Moosdorf wegen einer nicht genehmigten Russlandreise sanktioniert. Nach Angaben der Fraktion erhält Moosdorf ein Ordnungsgeld in Höhe von 2.000 Euro und darf sechs Sitzungswochen lang im Bundestag nicht sprechen.

Der frühere außenpolitische Sprecher der Fraktion verteidigte seine Reise: Er sei zu einem privaten Geburtstag nach Russland gereist und habe zudem musikalische Verpflichtungen wahrgenommen. Zugleich kündigte Moosdorf an, gegen die Strafe Einspruch einzulegen.

Moosdorf pflegt seit Jahren enge Kontakte nach Russland. Neben seiner parlamentarischen Arbeit lehrt er an der Moskauer Gnessin-Musikakademie. Im Frühjahr traf er in Moskau Anton Kobjakow, einen hochrangigen Berater von Präsident Wladimir Putin. Sein Engagement sorgt auch in den eigenen Reihen für Kritik.

Instagram-Post mit Matthias Moosdorf in Russland, im Kreise von Gerold Held, Hubert Seipel, Roger Köppel und Hans Joachim Frey.

Es sind immer wieder die gleichen Protagonisten der Klassik, die sich in Russland treffen. Meist dabei: Hans-Joachim Frey, der auch anwesend war, als Justus Frantz einen Salon bei sich zu Hause gegeben hatte, bei dem auch Sahra Wagenknecht zugegen war. Frey postete kürzlich auf Instagram ein Bild, das ihn neben Gerold Held (dem ehemaligen Direktor des Taschenberg in Dresden, heute Astoria Petersburg) zeigt, neben dem Journalisten Hubert Seipel, der Gelder aus dem Putin-Umfeld bekam und dafür vom Netzwerk Recherche ausgeschlossen wurde, mit Matthias Moosdorf und Weltwoche-Mann Roger Köppel (auch er war schon beim Frantz-Salon zugegen).

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