Mehr Geld für die Berliner Philharmoniker: Der Bund erhöht seine Förderung und beteiligt sich mit 225 Millionen Euro an der Generalsanierung der Philharmonie. Das soll Planungssicherheit schaffen.
Die Stiftung Berliner Philharmoniker erhält künftig mehr Geld vom Bund. Im neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag sei eine »substanzielle Erhöhung« der Bundesförderung vereinbart worden, teilte die Stiftung mit. Zudem beteiligt sich der Bund mit 225 Millionen Euro an der geplanten Generalsanierung der Berliner Philharmonie.
Die höhere Förderung gebe dem Orchester mehr Planungssicherheit und schaffe angesichts steigender Kosten eine verlässlichere Grundlage für die künstlerische Arbeit, erklärten Eva-Maria Tomasi und Walter Küssner für den Orchestervorstand.
Mit der Beteiligung an der Sanierung erkennen Bund und Land nach Angaben der Stiftung erstmals vertraglich die Philharmonie als Kulturort von nationaler Bedeutung an. Die Bundesmittel ermöglichten einen geordneten Projektstart noch in diesem Jahr, sagte Intendantin Andrea Zietzschmann. Offen seien unter anderem noch die Gesamtfinanzierung und eine Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten.
Die Berliner Philharmonie zählt nach Angaben der Stiftung rund 600 Veranstaltungen pro Jahr. Neben den Berliner Philharmonikern treten dort auch Gastensembles sowie Gruppen aus freier Szene, Amateurmusik und Educationbereich auf.
Chefdirigent Kirill Petrenko bezeichnete die Philharmonie als »musikalische Heimat« des Orchesters. Er begrüßte, dass Bund und Land Verantwortung für die Zukunft des Hauses und die Arbeit der Berliner Philharmoniker übernähmen.

