Der geplante Neubau der Düsseldorfer Oper ist abgesagt. Das teilte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit.
Grund sei die angespannte Haushaltslage; die Stadt müsse Einsparungen von insgesamt rund 470 Millionen Euro vornehmen, sagte Keller. Der ursprünglich für das Prestigeprojekt geplante Kostendeckel von einer Milliarde Euro sei angesichts der Finanzlage nicht mehr tragbar. Keller kündigte an, das bestehende Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee zu ertüchtigen, um den Spielbetrieb langfristig zu sichern.
Die Entscheidung traf die Deutsche Oper am Rhein überraschend: Geschäftsführerin Alexandra Stampler-Brown sprach von „Schockstarre“, zeigte jedoch Verständnis für die Kostengründe. Opposition und Stadtpolitik reagierten gespalten: SPD und Volt kritisierten mangelhafte Haushaltspolitik; die FDP sprach von einer verpassten Chance, die Linke begrüßte den Stopp im Sinne sozialer Prioritäten.

