Hinterhäuser meldet sich zurück

Juni 23, 2026
1 min read
Markus Hinterhäuser (Foto: Salzburger Festspiele, Neumayr)

Der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele wird im Juli gemeinsam mit Matthias Goerne ein neues Schumann-Album vorstellen – ob es zu einem Konzert in Salzburg kommt, scheint ungewiss.

English summary: Markus Hinterhäuser returns with a new Deutsche Grammophon album, Twilight, released July 24, featuring Schubert songs with Matthias Goerne. Their planned Salzburg Festival recital remains uncertain. 

Neues Hinterhäuser-Album.

Markus Hinterhäuser meldet sich zurück: Am 24. Juli, pünktlich zur Eröffnung der Salzburger Festspiele, erscheint ein neues Album bei der Deutschen Grammophon, auf dem er gemeinsam mit seinem Liedpartner Matthias Goerne Schumann-Lieder – unter anderem die Gesänge des Harfners und die Gedichte der Königin Maria Stuart – unter dem Titel Zwielicht interpretieren wird.

Die beiden traten bereits oft gemeinsam auf, auch in Salzburg, etwa mit der Winterreise. Während Hinterhäuser sich auf seiner letzten Einspielung mit Asmik Grigorian noch als durchaus inspirierter Liedbegleiter behauptete, zeigte sich bei den letzten Liederabenden von Goerne, dass er seinen Zenit längst überschritten hat.

Es heißt noch immer, dass die beiden diesen Sommer am 29. Juli auch bei den Salzburger Festspielen zu erleben seien. Ob dieses Konzert aber tatsächlich stattfindet, ist seit dem Abgang Hinterhäusers offen. Hinterhäusers Nachfolgerin Karin Bergmann erklärte in verschiedenen Interviews, dass sie ihrem Vorgänger angeboten habe, seine zwei Konzerte (ein weiteres mit Igor Levit) zu spielen. Aber, so Bergmann: »Leider verweigert er jede Antwort.«

Sollte die Sache weiter eskalieren, lädt Bergmann vielleicht ja doch noch einen anderen österreichischen Pianisten ein: Rudolf Buchbinder wurde von seinem Konkurrenten Hinterhäuser unter dessen Intendanz in den letzten Jahren nicht mehr nach Salzburg eingeladen. Er hat bei der Deutschen Grammophon gerade ein entzückendes Album mit Schubert-Tänzen herausgebracht. Ein »Einspringer-Job« wäre sicherlich eine späte Genugtuung.

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