Verfahren gegen Dirigenten Frédéric Chaslin eingestellt

September 26, 2026
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Der Dirigen Frédéric Chaslin (Foto: Mailänder Scala)

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den französischen Dirigenten und Komponisten Frédéric Chaslin wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung eingestellt. Nach Angaben seiner französischen Anwälte vom 24. September sei nach Abschluss der Ermittlungen kein Straftatbestand festgestellt worden.

Das Verfahren war nach einer Anzeige gegen Chaslin eingeleitet worden. Der Dirigent hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Seine Anwälte erklärten, Chaslin habe durch die öffentliche Berichterstattung über die Anschuldigungen erhebliche berufliche und persönliche Nachteile erlitten und wolle nach der Einstellung des Verfahrens seine künstlerische Tätigkeit wieder uneingeschränkt fortsetzen.

Chaslins Vertreter verwiesen zudem auf Vorwürfe beziehungsweise Spekulationen im Zusammenhang mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Nach einem Schreiben seines US-Anwalts Dan C. Perry vom März 2026 sei Chaslin in den USA in diesem Zusammenhang weder angezeigt, beschuldigt noch angeklagt worden. Auch habe es dort nach Angaben des Anwalts keine Ermittlungen gegen ihn gegeben.

Chaslin war von 2004 bis 2007 Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim und dirigierte unter anderem an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden sowie an Opernhäusern in München, Leipzig und Hamburg. An der Wiener Staatsoper absolvierte er nach Angaben seiner Vertreter im vergangenen Jahr seine 350. Vorstellung.

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