Erfurt erwägt Vergleich mit Ex-Generalintendant Montavon

März 30, 2026
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Guy Montavon und das Theater Erfurt (Fotos: Theater Erfurt, Collage BC)

Im Streit zwischen der Stadt Erfurt und dem früheren Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, zeichnet sich möglicherweise eine außergerichtliche Einigung ab.

Nach einem Güterichterverfahren Mitte März haben beide Seiten laut Informationen aus dem Rathaus-Umfeld eine Vergleichssumme ins Auge gefasst, für die Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung zurückziehen könnte. Das berichtet die Thüringische Allgemeine. Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) soll den Ältestenrat des Stadtrats am Donnerstag vergangener Woche darüber informiert haben.

Offiziell wollte die Stadt die Gespräche nicht kommentieren und verwies auf eine vereinbarte Vertraulichkeit. Die Summe soll dem Vernehmen nach im mittleren sechsstelligen Bereich liegen, größtenteils als Gehaltsnachzahlung, der Rest als Abfindung.

Die Verhandlungen gelten jedoch noch nicht als abgeschlossen. Nach einer ersten Einigung habe Montavon demnach eine Nachforderung gestellt, die in Rathauskreisen für Irritation gesorgt habe. Stimmt der Stadtrat einer Vereinbarung zu, könnte der Vergleich im Mai beschlossen werden. Kommt es nicht dazu, wird das Verfahren im September vor dem Arbeitsgericht Erfurt fortgesetzt.

Montavon war vor gut zwei Jahren fristlos entlassen worden. Ihm waren zunächst Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden, die sich jedoch bislang nicht rechtssicher belegen ließen. Die Stadt begründete die Kündigung später mit wirtschaftlichen Verfehlungen.

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