Andrea Tober ist neue Vorsitzende der Rektorenkonferenz

Januar 13, 2026
1 min read
Andrea Tober (Foto: Kluth)

Die Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin tritt im Herbst die Nachfolge von Christian Fischer an.

Berlin (BC) – Die Präsidenten und Rektoren der 24 deutschen Musikhochschulen haben am 11. Januar 2026 im Rahmen ihrer Winterkonferenz in Berlin eine neue Vorsitzende gewählt. Mit großer Mehrheit bestimmten die Mitglieder der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) Andrea Tober, Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, zur Nachfolgerin von Prof. Christian Fischer, dessen Amtszeit am 30. September 2026 endet. Die offizielle Amtsübergabe ist für den Herbst vorgesehen. Die weiteren Vorstandsmitglieder sollen bei der Sommerkonferenz gewählt werden.

Die Wintertagung fand traditionell an der Universität der Künste Berlin (UdK) statt, im Anschluss an den Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb, der erneut in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz durchgeführt wurde. Eine Übersicht der Preisträger:innen ist auf der Website der RKM abrufbar.

In ihrer Dankesrede betonte Tober die Bedeutung von Kultur und Bildung „als tragende Säulen unserer Gesellschaft“ in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Sie kündigte an, auf dem Fundament ihrer Vorgänger:innen die Zukunft der Musikhochschulen mitzugestalten und deren „exzellente, lebendige und offene Struktur“ zu stärken.

Neben der Wahl standen zentrale hochschulpolitische Themen auf der Tagesordnung, darunter die Situation der Lehrbeauftragten und die laufende GEMA-Reform. Diskutiert wurde auch die Auswertung des bundesweiten Aktionstags „KUNST. MACHT. MENSCHLICHKEIT.“ vom 27. November 2025, an dem alle 24 Musikhochschulen mit einem breiten Programm beteiligt waren. Aufgrund der positiven Resonanz sollen ähnliche Formate künftig fortgeführt werden.

Die Arbeitsgruppe Antidiskriminierung wird zudem eine bundesweite Studie zu Machtmissbrauch an Musikhochschulen begleiten und neue Handreichungen für Beratungsstellen erarbeiten.

Auch der akute Nachwuchsmangel in musikpädagogischen Bereichen war Thema der Sitzung. Die sogenannte MiKADO-Studie von 2025, deren Ergebnisse demnächst in Fachzeitschriften veröffentlicht werden, zeigt laut RKM dringenden Handlungsbedarf. Gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat (DMR) und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) will die Rektorenkonferenz in den kommenden Monaten Strategien entwickeln, um Bund, Länder und Kommunen in die Lösungsansätze einzubeziehen.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Liebe Buhrufer,

ich war einer von Euch. Was habe ich gebuht, damals, in Stuttgart – beim Ring von vier Regisseuren. Ich habe die Inszenierungen persönlich genommen. Als Beleidigung meiner Wagner-Welt. Ach was: Meines Weltbildes!

Buhs zur »Todesfuge«?

Samstagabend im Stuttgarter Opernhaus: Es gibt Zwischenrufe in der »Meistersinger«-Premiere, ausgerechnet in der »Todesfuge«. Versuch einer Einordnung von Johannes Lachermeier.

Lieber Simon Strauß,

vollkommen legitim, dass Sie Ihre FAZ-Feder spitzen, um Intendant Hinterhäuser im Amt zu halten. Merkwürdig nur, wie Sie das tun: Sie wittern eine Intrige gegen den kongenialen »König« und schieben die Schuld

Der auf den Grenzen tanzt

Biografie eines genialen Exzentrikers: »Pianist – Musiker – Freigeist« heißt ein Buch, in dem sich der Musikwissenschaftler Rüdiger Albrecht den ganz unterschiedlichen Facetten von Friedrich Gulda widmet. Ein exklusiver Vorabdruck bei BackstageClassical.

Dear Yannick Nézet-Séguin,

The conductor defends the clumsy waltz version of Florence Price at the New Year’s Concert — and in doing so also reveals himself.

Tenor Aaron Pegram verstorben

Die Semperoper Dresden trauert um den Tenor Aaron Pegram. Wie das Opernhaus am Montag mitteilte, starb das langjährige Ensemblemitglied am Sonntag in Dresden völlig unerwartet. Pegram gehörte seit der Spielzeit 2009/10 zum

Schlittenfahren mit der Musik 

heute mit einem Neujahrsschwindel, weiteren Entlassungen in der Musikkritik, mit Blicken hinter die Salzburger Festspiel-Kulissen und einer sportlichen Enttäuschung.

Lieber Daniel Froschauer,

Der Vorstand der Wiener Philharmoniker weist Kritik am Arrangement von Florence Prices »Rainbow Waltz« zurück – und macht die Sache damit nur noch schlimmer.

Lieber Michael Andor Brodeur,

Sie sind die gewissenhafte Klassikstimme der Washington Post. Keiner, der große Themen ausgräbt, der Musik in die Mitte der Gesellschaft stellt – aber ein guter Kritiker. Einer der alten Schule.  Nun müssen Sie

Verpassen Sie nicht ...