Nach mehr als 30 Jahren Planung wird ein Richard-Wagner-Museum in Venedig Realität: Ein Abkommen sichert die Zukunft der Wagner-Räume im Palazzo Vendramin Calergi. Ab 2027 soll das Haus Teil des städtischen Museumsnetzwerks werden – zur Freude auch in Bayreuth.
Nach jahrzehntelanger Planung nimmt ein Richard-Wagner-Museum in Venedig konkrete Gestalt an. Ein entsprechendes Abkommen zur Sicherung der sogenannten Wagner-Räume im Palazzo Vendramin Calergi wurde am 30. März unterzeichnet, wie die Stadt Bayreuth und beteiligte Institutionen mitteilten. Damit ist der Weg frei, das Museum ab 2027 in das offizielle Netzwerk der städtischen Museen Venedigs aufzunehmen.
Zu den Unterzeichnern gehören die Associazione Richard Wagner di Venezia, die Fondazione Musei Civici di Venezia sowie das Casino di Venezia, das seinen Sitz in dem Renaissancepalast hat. Anwesend war auch Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro. Der Palazzo Vendramin Calergi ist der Ort, an dem Richard Wagner 1883 während einer Italienreise starb.
Zustimmung aus Bayreuth
Mit der Vereinbarung wird ein seit mehr als 30 Jahren verfolgtes Projekt realisiert. Bereits 1994 hatten die Städte Venedig und Bayreuth anlässlich eines internationalen Wagner-Kongresses eine kulturelle Zusammenarbeit zur Pflege des Werks des Komponisten vereinbart. Ziel war schon damals die Einrichtung eines Wagner-Museums in der Lagunenstadt. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Initiative vom Richard-Wagner-Verband Venedig.
Das künftige Museum soll auf eine Stufe mit bedeutenden Einrichtungen wie dem Dogenpalast oder dem Museo Correr gestellt werden. Bislang waren die Wagner-Räume im Palazzo privat organisiert, ihre Zukunft galt als unsicher. Mit der nun gefundenen Lösung gehen sie in eine stabile institutionelle Trägerschaft über.
In Bayreuth stößt die Entwicklung auf große Zustimmung. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) sprach von einem wichtigen Schritt, um die bereits vereinbarte Zusammenarbeit beider Städte mit Leben zu füllen. Geplant seien gemeinsame Ausstellungen, Leihgaben von Exponaten sowie ein Austausch von Konzerten und Vortragsveranstaltungen. Nach Angaben der Stadt entstehen für Bayreuth keine zusätzlichen Kosten.
Text wurde auch mit Hilfe von KI verfasst

