Liebe Waltraud B.,

Februar 17, 2026
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Sie schreiben mir fast nach jedem Newsletter – und meckern, und nörgeln und verbessern. So viel Rage ist eine wahre Freude. Ich muss gestehen, in der Regel lösche ich Ihre Mails ungelesen. Aber manchmal – so wie gestern – schaue ich trotzdem rein.

Und heute möchte ich Ihnen, der fleißigsten Leserbriefschreiberin bei BackstageClassical, ein kleines Denkmal setzen. Erst einmal möchte ich Jonas Kaufmann auf Sie aufmerksam machen: Lieber Herr Kaufmann, es gibt kaum jemanden, der sich so für Sie ins Zeug legt wie Waltraud B.! Wenn ich mich über Sie lustig mache (und das passiert nicht selten), bekomme ich es sofort doppelt und dreifach von Waltraud zurück! Lieber Herr Kaufmann, schenken Sie ihrem Mega-Fan Waltraud B. doch mal ein hohes C (wenn es nicht mehr klappt: ein H reicht auch) – Waltraud B. hat es verdient!

Gestern haben Sie, Frau B., mir wegen meines Brief an Sharon Stone geschrieben. Der Betreff Ihrer Mail zitierte meinen Text: »Opernball: Angekommen im 20. Jahrhundert!« Ihr Kommentar darunter: »100 Jahre zu spät, Herr B. Wir sind bereits im 21.« 

Ein typischer Waltraud B.-Leserbrief! Liebe Frau B., es war genau so gemeint: »Der Opernball ist endlich im 20. Jahrhundert angekommen«. Denken Sie mal drüber nach, und dann schreiben Sie mir gern wieder! 

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

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