Wer sind die Besten des Jahres?

September 26, 2025
1 min read
Tobias Kratzer bei den Proben (Foto: Royal Opera House Covent Garden)

Tobias Kratzer, Kirill Petrenko und Eleonora Burratto gehören zu den Preisträgern der Zeitschrift Opernwelt.

English summary: Opera magazine Opernwelt honored Tobias Kratzer, Kirill Petrenko, Eleonora Buratto and more. Zurich Opera was named Opera House of the Year for its innovative season under Andreas Homoki.

Das Opernhaus Zürich ist zum Abschluss der Intendanz von Andreas Homoki von der Zeitschrift „Opernwelt“ zum Opernhaus des Jahres gekürt worden. Diese Entscheidung beruht auf der jährlichen Umfrage unter 39 internationalen Kritikerinnen und Kritikern, zu denen auch Autoren des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zählen. Gewürdigt wurden insbesondere der dramaturgisch vielfältige, innovative Spielplan und die markanten Regiehandschriften der letzten Spielzeit.

Zum Regisseur des Jahres wurde Tobias Kratzer gewählt, unter anderem für seine „Rheingold“-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper. Die Sopranistin Eleonora Buratto überzeugte als Madama Butterfly im Festspielhaus Baden-Baden und erhielt die Auszeichnung als Sängerin des Jahres. Zum Sänger des Jahres wurde Bogdan Volkov für seine Darstellung des Fürsten Myschkin in Mieczysław Weinbergs Oper „Der Idiot“ bei den Salzburger Festspielen gewählt. Die Inszenierung von Krzysztof Warlikowski ist zugleich Aufführung des Jahres.

Als Uraufführung des Jahres prämierte die Jury Charles Tournemires Bühnenwerk „Le petit pauvre d’Assise“ am Theater Ulm, zur Wiederentdeckung des Jahres wurde „The Wreckers“ von Ethel Smyth – gespielt in Meiningen, Karlsruhe und Schwerin – gekürt. Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wurde zum achten Mal als Dirigent des Jahres ausgezeichnet. Paul Zoller wurde erstmals Bühnenbildner des Jahres, der Chor der Komischen Oper Berlin ist Chor des Jahres.

Über die Auszeichnung als Nachwuchskünstlerin des Jahres darf sich die Sopranistin Anna Nekhames freuen, Mitglied im Ensemble der Oper Frankfurt. Den Titel Orchester des Jahres teilen sich die Meininger Hofkapelle, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester sowie das Bayerische Staatsorchester.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Lieber Justus Frantz,

Justus Frantz soll in der Gepäckausgabe am Flughafen Lübeck spielen – das passt ins Bild: Überzeugungen verleihen Flüüüüüügel!

Man wird ja wohl noch fragen dürfen

Der SWR stellt kritische Fragen – beantwortet sie aber selbst nicht immer gern. Auch arte schweigt, wenn es unangenehm wird. Über öffentlich-rechtliche Doppelmoral, mangelnde Transparenz und die Frage: Gelten journalistische Regeln in

Neues Orchester in Paris

Raus aus dem Operngraben, rauf auf die Konzertbühne: 116 der 174 Musiker des Orchesters der Pariser Oper haben mit Philopéra ein eigenes Symphonieorchester gegründet.

Von Beethoven bis Blondie: Warhol zum Auflegen

Bevor Andy Warhol Suppendosen und Marilyn Monroe zu Ikonen der Pop-Art machte, gestaltete er Plattencover. Rund vier Jahrzehnte blieb er dem Medium treu – von Klassik und Jazz bis Velvet Underground, Rolling

Hat die Oper Bonn eine Zukunft?

426 Millionen Euro für einen Neubau – oder bald gar keine Oper mehr? Die Finanzkrise in Bonn stellt plötzlich die Zukunft der städtischen Bühnen infrage. Im Stadtrat wird bereits über eine Schließung

Von der Straße in den Klangrausch

Das Lucerne Festival will raus aus dem Konzertsaal – und zugleich die großen Orchester feiern. Der neue Intendant Sebastian Nordmann schickt junge Musiker auf die Straßen, und das KKL bleibt, was es

Liebe Auslastungszahlen,

99 Prozent in München, mehr als 99 Prozent in Salzburg, Besucherrekorde überall: Die Klassik feiert ihre Auslastung. Aber was sagen volle Häuser eigentlich aus – außer, dass Intendanten gern mit Zahlen protzen?