Neuer General Manager für die Bayreuther Festspiele

Juli 18, 2025
1 min read

Matthias Rädel von der Deutschen Oper Berlin soll als General Manager zu den Bayreuther Festspielen wechseln.

English summary: Matthias Rädel, Deputy Director of Deutsche Oper Berlin, is set to become General Manager of the Bayreuth Festival, taking over business operations as part of a new dual leadership structure.

Bayreuth (BC) – Die Bayreuther Festspiele sollen künftig einen eigenen General Manager erhalten. Nach Abschluss des Findungsverfahrens empfiehlt der Verwaltungsrat einstimmig, Matthias Rädel als General Manager zu berufen. Das teilten Bayerns Kunstminister Markus Blume und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am Freitag mit. Rädel ist derzeit stellvertretender geschäftsführender Direktor und leitender Controller an der Deutschen Oper Berlin und soll die betriebswirtschaftliche Leitung der Festspiele übernehmen.

Interview mit Katharina Wagner im BackstageClassical-Podcast

Rädel ist ein erfahrener Theater- und Kulturmanager mit Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlicher Steuerung und Opernmanagement. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und war zudem als Gasthörer in Musikwissenschaft an der Universität Hamburg eingeschrieben. Seit 1999 ist er an der Deutschen Oper Berlin tätig, seit 2006 als stellvertretender geschäftsführender Direktor und leitender Controller. Zuvor sammelte er auch Erfahrungen an der Hamburgischen Staatsoper.

Hintergrund ist die Umstrukturierung der Festspielleitung: Künftig soll Intendantin Prof. Katharina Wagner sich auf die künstlerische Arbeit konzentrieren, während Rädel das Management und die Verwaltung verantwortet. Die neue Doppelspitze war eine Voraussetzung für weitere Bundesmittel und eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Festspielgesellschaft.

Die Bestellung von Rädel steht unter dem Vorbehalt erfolgreicher Vertragsverhandlungen und der Zustimmung der Gesellschafter. Das traditionsreiche Festival reagiert mit der Personalie auch auf anhaltende finanzielle Herausforderungen und plant für das Jubiläumsjahr 2026 Programmreduzierungen.

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