Italien fordert zehn Millionen Euro von Ex-Opernchef Pereira

März 28, 2025
1 min read
Intendant Alexander Pereira (Foto: Maggio Musicale, Caputo)

Der Prozess gegen den Intendanten des Maggio Musicale hat begonnen. Mit einem Urteil wird am 29. Mai gerechnet.

English summary: Italy’s Culture Ministry and Teatro del Maggio demand €10M from ex-director Alexander Pereira amid an embezzlement trial in Florence. Prosecutors seek a 4-year, 4-month sentence; verdict due May 29.

FLORENZ – Das italienische Kulturministerium und die Stiftung des Opernhauses Teatro del Maggio Musicale Fiorentino verlangen von Ex-Intendant Alexander Pereira eine Entschädigung von fast zehn Millionen Euro, das berichtet unter anderem der Standard. Hintergrund ist ein Verfahren wegen Veruntreuung und Unterschlagung, das derzeit in Florenz läuft. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten.

Dem österreichischen Kulturmanager wird vorgeworfen, auf Kosten der Maggio-Stiftung private Ausgaben getätigt zu haben, darunter Umzüge und Reisen. Zudem soll er 35 Millionen Euro aus einem staatlichen Fonds zweckwidrig verwendet haben, um Gehälter und Steuern zu zahlen, statt die Stiftung zu stärken. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch und betont, Pereira habe im Sinne des Theaters gehandelt.

Die Ermittlungen begannen 2022 auf Druck der rechten Fratelli d’Italia. Pereira, von 2019 bis 2023 Intendant in Florenz, soll auch die Kreditkarte des Opernhauses für private Ausgaben genutzt haben. Er trat im Februar 2023 zurück. Ein Urteil wird am 29. Mai erwartet.

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