Theatertreffen verzichtet auf Frauenquote

Mai 19, 2026
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Bislang musste mindestens die Hälfte der zehn eingeladenen Inszenierungen von Regisseurinnen oder weiblich dominierten Kollektiven stammen.

Das Berliner Theatertreffen verzichtet in den kommenden beiden Jahren auf die seit 2020 geltende Frauenquote. Wie das Festival zum Abschluss der aktuellen Ausgabe mitteilte, habe die neue Jury beschlossen, für 2027 und 2028 ohne entsprechende Vorgabe zu sichten und einzuladen. Bislang musste mindestens die Hälfte der zehn eingeladenen Inszenierungen von Regisseurinnen oder weiblich dominierten Kollektiven stammen.

Zur Begründung verwies die Jury unter anderem auf einen gestiegenen Anteil von Regisseurinnen sowie auf zunehmend non-binäre Positionen im Theater. Quoten bedeuteten zudem zusätzliche Auswahlkriterien, hieß es. Künftig solle wieder ausschließlich die künstlerische Qualität ausschlaggebend sein. Zugleich kündigte das Festival an, Beobachtungen zu strukturellen Ungleichheiten öffentlich zu machen.

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