Rebekah Rota wird neue Intendantin am Theater Erfurt

Oktober 29, 2026
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Rebekah Rota (Foto: Sinfonieorchester Wuppertal, Grünschloss)

Nach Jahren der Krise und einem kostspieligen Rechtsstreit um den früheren Generalintendanten Guy Montavon bekommt das Theater Erfurt eine neue Leitung. Die bisherige Wuppertaler Opernintendantin Rebekah Rota soll das Haus ab 2028 führen.

Die US-Amerikanerin Rebekah Rota wird ab der Spielzeit 2028/29 neue Intendantin und künstlerische Werkleiterin des Theaters Erfurt. Die 53-Jährige ist derzeit Opernintendantin in Wuppertal und soll das Erfurter Haus zunächst für fünf Spielzeiten leiten. Der Hauptausschuss der Stadt hat ihrer Berufung zugestimmt, die endgültige Entscheidung des Stadtrats steht noch aus. Erstmals wird damit eine Frau an der Spitze des Theaters stehen.

Rota wurde 1973 in Los Angeles geboren und arbeitete zunächst als Sopranistin an deutschen Bühnen. Später wechselte sie ins Kulturmanagement, unter anderem an den Landesbühnen Sachsen und am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit 2023 leitet sie die Oper Wuppertal. In Erfurt will sie das Theater stärker für ein breites Publikum öffnen. Der zuständige Dezernent Steffen Linnert lobte insbesondere ihre Führungskompetenz und ihre Erfahrung mit Veränderungsprozessen.

Die Neubesetzung folgt auf eine jahrelange Krise am Theater Erfurt. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe des Machtmissbrauchs und sexualisierten Fehlverhaltens gegen den langjährigen Generalintendanten Guy Montavon. Die Stadt kündigte ihm 2024 fristlos. Montavon ging juristisch dagegen vor. Im Mai 2026 einigten sich beide Seiten schließlich auf einen Vergleich: Der frühere Intendant erhält insgesamt 526.000 Euro, darunter 150.000 Euro Abfindung. Zuvor hatte bereits die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Mary-Ellen Witzmann, die Vorwürfe öffentlich gemacht hatte, eine Abfindung von rund 400.000 Euro erhalten. Hinzu kamen nach MDR-Recherchen Anwaltskosten von rund 800.000 Euro.

Nach Montavons Ausscheiden hatte zunächst Malte Wasem die Leitung übernommen. Seit August 2026 führt Christian Illgen das Theater interimistisch. Er soll das Haus stabilisieren und die geplante Wiedereinführung einer Schauspielsparte vorbereiten. Bis zum Amtsantritt Rotas bleibt er im Amt.

Auch die kaufmännische Leitung wird neu besetzt: Ulrich Jagels, der unter anderem an der Oper Leipzig und bei den Bayreuther Festspielen tätig war, übernimmt zum 1. Dezember 2026 die Position des kaufmännischen Werkleiters.

Damit steht das Theater Erfurt vor einem personellen Neuanfang. Nach den Auseinandersetzungen um Montavon und mehreren Wechseln an der Spitze soll Rota dem Haus wieder eine langfristige künstlerische Perspektive geben.

Dieser Text ist in der Recherche auch mit Hilfe von KI entstanden. Aber jeder Text wird bei BackstageClassical vor der Veröffentlichung redaktionell überarbeitet.

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