Regisseur Ted Huffman beerbt Pierre Audi

Oktober 29, 2025
1 min read
Der Regisseur Ted Huffman (Foto: Mercier)

Der US-Künstler Ted Huffman ist ein alter Bekannter in Aix en Provence. Vom 1. Januar an wird er die Festspiele leiten.

English summary: From Jan 1 2026, American director and librettist Ted Huffman becomes head of the Aix-en-Provence Festival, succeeding Pierre Audi. A longtime collaborator, he blends tradition with bold, socially aware innovation.

Ted Huffman wird ab dem 1. Januar 2026 die Intendanz der Festspiele von Aix-en-Provence übernehmen. Die Berufung des amerikanischen Regisseurs und Librettisten wurde einstimmig von den verantwortlichen Kultur- und Kommunalbehörden beschlossen und offiziell verkündet. Huffman ist seit 2012 fest mit dem Festival verbunden und hat dort mehrfach mit hochgelobten Inszenierungen zur künstlerischen Profilierung beigetragen. Er folgt auf Pierre Audi, der im Mai 2025 verstorben war. In den ersten fünf Jahren seiner Amtszeit wird Huffman zunächst die von Audi geplanten Programme für 2026 und 2027 realisieren und ab 2028 eigene Akzente setzen. Festival-Präsident Paul Hermelin lobte Huffmans tiefe Verbundenheit mit den Werten und seiner mutigen visionären Ausrichtung.

Huffmans Inszenierungen zeichnen sich durch eine Mischung aus traditioneller Bühnenkunst und innovativem, interdisziplinärem Theater aus. Zu seinen herausragenden Arbeiten am Festival zählt eine bewegende Kammerfassung von Benjamin Brittens Billy Budd (2025), die dramaturgisch stark verdichtet wurde und queere Themen sensibel aufarbeitet. Die Inszenierung verzichtete auf umfangreiche Technik und setzte auf die starke szenische Kraft der Darsteller, begleitet von einer subtilen Orchestrierung. Neben Aix-en-Provence hat Huffman bei renommierten Häusern wie der Pariser Opéra, dem Opernhaus Zürich und der Oper Frankfurt inszeniert. Er ist auch als Librettist tätig, eng verbunden mit dem Komponisten Philip Venables, mit dem er mehrere neue Werke schuf, darunter The Faggots and Their Friends Between Revolutions, das als queer-lesbisches Kulturbuch musikalisch adaptiert wurde. Huffmans Arbeiten verbinden oft soziale und politische Themen mit künstlerischer Experimentierfreude und wurden mehrfach international ausgezeichnet und für Preise nominiert.

Text mit Hilfe von KI verfasst

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Mehr Verantwortung für die Musik wagen 

Newsletter: Heute geht es um Verantwortung, in der musikalischen Lehre, im Feuilleton, in der Kulturförderung, in unseren Debattenräumen – und natürlich bei den Salzburger Festspielen.

Chaslin erklärt Epstein-Beziehung

Der französische Dirigent Frédéric Chaslin hat sich nach der kurzfristigen Absage seines Engagements am Teatro Massimo in Palermo in einem offenen Brief an das Orchester und den Chor des Hauses gewandt. Hintergrund

Gold Rush in der Polka Bar

Ein Western im Westen: Das Essener Aalto-Theater hat sich an Puccinis »La fanciulla del West« gewagt – und gewonnen. Johannes Mundry hat die Premiere besucht.

Die Bibel musikalisch

Einer weitere Offenbarung: Daniel Harding dirigiert Haydns »Schöpfung« bei den Salzburger Osterfestpielen.

Liebes Hagen-Quartett,

das war’s? Schluss? Ende? Aus? Nach über vier Jahrzehnten? Das soll er sein, Euer letzter Auftritt beim Lucerne Festival? Kaum zu glauben. Wenn Euer letzter Ton verklingt, verklingt eine Ära. Ihr habt 1981

So haben Sie den »Ring« noch nie gehört!

Bei den Salzburger Osterfestspielen wird Kirill Petrenko zum Nikolaus Harnoncourt für Richard Wagner: Ein Entdecker und Tiefseetaucher, der die Leitmotive längst hinter sich gelassen hat.

Selbstverwaltung, Klangideal und Unabhängigkeit 

»Die Politik braucht uns« – Im BackstageClassical-Podcast verteidigen die Wiener Philharmoniker ihren Kurs gegen Kritik. Vorstand Daniel Froschauer und Geschäftsführer Michael Bladerer sprechen über die USA-Tournee, ihr Klangideal, neue Dirigentinnen und den Stellenwert

Verpassen Sie nicht ...