Podcast Live vom Deutschen Orchestertag: Dieses mal geht es hoch her zwischen Hannah Schmidt und Axel Brüggemann. Sie debattieren über Skandale, die Zukunft der Orchester und einen Notfonds für Kulturinstitutionen.
Es geht hoch her dieses mal zwischen Hannah und Axel. Ihre Debatte kreist besonders um das Provokationspotenzial von Florentina Holzinger. Schockiert sie? Will sie überhaupt schockieren? Warum regen sich alle auf? Axel kritisiert Holzingers Ästhetik, die durch Nacktheit, Blut und religiöse Motive geprägt ist, als redundant und langweilig. Hannah verteidigt Holzingers feministischen und emanzipatorischen Ansatz. Es gehe darum, den weiblichen Körper sowie nicht-normschöne Körper dem »Male Gaze« zu entziehen. Ist Axel nur ein bequemer »performativer Gähner«?
Ein weiteres Thema: Der Hierarchische-Konflikt zwischen Generalmusikdirektoren (und Intendanten. Wird die künstlerisch-musikalische Arbeit durch administrative Aufgaben entwertet? Eine Debatte auch für Salzburg: Wie wäre es hier in Zukunft mit fluiden Führungsstrukturen und Verantwortung, die auf mehreren Schultern verteilen wird?
Und dann geht es noch um die Eindrücke der beiden Hosts vom Deutschen Orchestertag – und um die Idee eines »Tutti-Fonds« – ein solidarisches Modell zur gegenseitigen Unterstützung der Orchester bei Mittelkürzungen. Für Hannah eine notwendige »Bandenbildung«, für Axel eine »Vollkaskomentalität«. Es geht also hoch her.

