Leipzig-Intendant geht nach Braunschweig

April 9, 2025
1 min read
(Foto: Landesregierung Niedersachsen)

Tobias Wolff wird neuer Generalintendant des Staatstheaters Braunschweig

Braunschweig (BC) – Der Verwaltungsausschuss des Staatstheaters Braunschweig hat beschlossen, Tobias Wolff ab Sommer 2026 als neuen Generalintendanten zu berufen. Wolff, derzeit Intendant der Oper Leipzig, tritt die Nachfolge von Dagmar Schlingmann an, die das Haus seit 2017 leitete und aus privaten Gründen ausscheidet.

Niedersachsens Kulturminister Falko Mohrs bezeichnete Wolff als »ausgewiesenen Musiktheaterfachmann«, der durch moderne Führungsansätze und langjährige Erfahrung überzeugte. «Er wird das Staatstheater mitten in der Stadtgesellschaft und der Region Braunschweig verankern«, so Mohrs. Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum betonte Wolffs Affinität zur Musik und seine Fähigkeit, das traditionsreiche Mehrspartenhaus mit neuen Akzenten weiterzuführen.

Tobias Wolff äußerte sich zur Berufung: »Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe am Staatstheater Braunschweig – ein traditionsreiches Haus mit vielfältigen künstlerischen Möglichkeiten, wunderbaren Spielstätten und einem engagierten Team.« Er dankte Minister Mohrs, dem Verwaltungsausschuss sowie Dagmar Schlingmann, die das Theater »in bester Verfassung« übergebe. Wolff kündigte an, die Vielfalt aller Sparten weiterzuentwickeln und sich künstlerischen wie gesellschaftlichen Herausforderungen mit »Neugier und Tatkraft« zu stellen. Besonders hob er die Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit niedersächsischen Netzwerken hervor.

Wolff, geboren 1975 in Koblenz, studierte Musikwissenschaft und internationales Management. Nach Stationen als Chefdramaturg und Festivalleiter der Händel-Festspiele Göttingen übernahm er 2022 die Intendanz der Oper Leipzig, wo er mit Initiativen zur Nachhaltigkeit und klimaneutralen Produktionen wie „Mary Queen of Scots“ internationale Anerkennung erlangte. Sein Vertrag in Braunschweig läuft über fünf Spielzeiten.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Lieber Peter Heilker,

Gratulation! Für Sie geht es nun also von Wien nach Leipzig. Vom stellvertretenden Intendanten an Stefan Herheims Theater an der Wien zum Chef an der Oper Leipzig. Gratulation, dass Sie sich das

»Interessiert niemanden mehr«

Hört auf, Euch an Timothée Chalamet abzuarbeiten, sagt der Leiter des Podium Esslingen, Joosten Ellée. Eine Plädoyer für die Tiefe des Nerdtums und gegen die Oberfläche Hollywoods.

Lieber Wolfram Weimer,

es ist bemerkenswert, wie Sie die Kulturszene in so kurzer Zeit gegen sich aufgebracht haben. Ihr Berlinale-Management: ein vollkommener Filmriss! Ihre Medien-Kompetenz: im Tegernsee abgesoffen! Ihre Opernförderung: weitgehende Stagnation! Und nun auch

Karajan Debatte weitet sich aus

Michael Wolfssohn gerät weiter in die Kritik – nach Oliver Rathkolb zeigt sich nun auch der Historiker Friedrich Geiger irritiert von seiner Nazi-Reinwaschung Karajans.

Kulturförderung vom Golf

Die Met in New York hofft auf Saudi-Arabien, die Salzburger Osterfestspiele rechnen mit Katar. Aber sind die Golfstaaten wirklich eine Rettung? 

Liebe Dresdner Philharmonie,

klar, Du musst sparen. Aber muss das wirklich sein, indem Du ausgerechnet jene zur Kasse bittest, die für Dich singen? Deine Intendantin Frauke Roth will eine alte Dresdner Tradition beenden: Bislang haben

Nelsons verlässt Boston im Streit

Der lettische Dirigent Andris Nelsons muss im Sommer 2027 nach 13 Jahren sein Amt als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra (BSO) abgeben. Das teilte das Board des Orchesters am Freitag mit. Die

Lieber Timothée Chalamet,

Der Schauspieler Timothée Chalamet hat die Klassik-Blase mit einem Satz auf die Palme gebracht. Opernhäuser reagierten weitgehend humorlos – eine verpasste Chance.

Verpassen Sie nicht ...