Haydn neu entdeckt und entstaubt

Februar 3, 2025
1 min read
Der Dirigent Johannes Klumpp (Foto: Karsten Witt Management)

Ein Haydn-Crahskurs als Podcast: Johannes Klumpp hat gemeinsam mit den Heidelberger Sinfonikern die gesamten Symphonien eingespielt. Mit Axel Brüggemann redet er über seine Erkenntnisse.

English summary :Conductor Johannes Klumpp sees Haydn as constant self-development. In the BackstageClassical podcast, he explains Haydn‘s impact on music history and the role of political support for free culture. Having completed the major Haydn cycle at Hänssler Klassik, Klumpp is now a leading expert. He praises Haydn’s symphonies for their dynamism, humor, and surprises, highlighting essential works for the concert canon. He calls the Heidelberg Haydn a blend of idealism, love for music, and technical perfection for Haydn’s symphonic world and looks forward to the future.


»Haydn ist die andauernde Fortentwicklung der eigenen Ideen«, sagt Dirigent Johannes Klumpp und erklärt im BackstageClassical-Podcast (hier für alle Player oder bei apple), warum die Geschichte des Komponisten uns zeigt, wie wichtig die politische Unterstützung freier Kultur sein kann.

Klumpp hat den großen Haydn-Zyklus bei Hänssler Klassik zu Ende geführt und ist inzwischen wohl einer der profiliertesten Kenner des Komponisten. »Jede Symphonie ist eine Neuentdeckung«, sagt er und erklärt, warum die Musikgeschichte ohne Haydn eine andere wäre. Außerdem verrät Klumpp, welche Symphonien unbedingt in unseren Konzertkanon aufgenommen werden sollten: Wie wäre es mit den Symphonien 2, 13 und 80?

»Der Heidelberger Haydn ist ein Musterbeispiel für Dynamik, Frische, Wildheit, Humor und ständige Überraschungen«, sagt Klumpp, »Idealismus, Liebe zur Musik und technische Perfektion verbinden sich hier mit dem Willen, etwas ganz Besonderes zu schaffen. Genau das Richtige für die symphonische Welt von Joseph Haydn. Ich blicke mit Spannung in die Zukunft!«

The complete Haydn Symphonies
Hänssler Classics
79,00 Euro

.

.

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Popelka wird GMD in München

Gerüchte kursierten, nun ist die Entscheidung gefallen: Petr Popelka wird neuer Generalmusikdirektor in Bayern. Ab 2029/30 übernimmt der Tscheche Staatsoper und Staatsorchester – als Nachfolger von Vladimir Jurowski.

Liebe Tanja Maria Hirschmüller,

Sehr lustig! Tanja studiert Triangologie in Norwegen und kämpft auf Instagram für ihr Instrument. Wir wünschen uns einen Gastkommentar von ihr!

Wer wird Salzburg-Chef?

Die große BackstageClassical-Umfrage zur Salzburg-Intendanz. Stimmen Sie mit ab: Wer soll die Salzburger Festspiele in die Zukunft führen. Stimmen Sie ab und nehmen Sie Teil am Meinungsbild. Mehr zu den Salzburger Festspielen

21 Bewerber auf Hinterhäuser-Nachfolge

Die Salzburger Festspiele haben 48 Bewerbungen für Intendanz und Präsidentschaft erhalten: 21 für die künstlerische Leitung, 27 für das Amt der Präsidentin bzw. des Präsidenten. Hearings folgen nach der heurigen Spielzeit.

Pathos mit Pailletten

Was erwarten junge Stimmen von der Oper? Was Intendantinnen und Intendanten? Eine Spurensuche beim Belvedere-Wettbewerb, bei dem viel Gestern im Morgen streckt. 

Sokhiev regelmäßig in Genf

Der Dirigent Tugan Sokhiev übernimmt ab der Spielzeit 2027/2028 eine zentrale Rolle bei einem Orchester in der französischsprachigen Schweiz, dem Orchestre de la Suisse Romande.

Kreativität statt Kohle – reicht das?

Der Newsletter: Heute geht es ums Geld: In Bayreuth und in unseren Orchestern fehlt es. Um so wichtiger sind kreative, neue Ideen. Aber die stehen unter immer größerem politischen Druck!