Richard Grenell, ein enger Vertrauter des früheren US-Präsidenten Donald Trump, verlässt nach rund einem Jahr seinen Posten als Leiter des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington.
Trump teilte Grenells Abgang am Freitag über sein soziales Netzwerk Truth Social mit. Grenell habe »eine hervorragende Arbeit« beim Koordinieren der Abläufe während einer Übergangszeit geleistet, schrieb Trump. Nach Angaben des Ex-Präsidenten soll Matt Floca, bislang Vizepräsident für den Gebäudebetrieb des Zentrums, die Leitung übernehmen.
Der frühere US-Botschafter in Deutschland tritt zu einem Zeitpunkt ab, an dem das renommierte Kulturhaus vor großen Veränderungen steht. Das Kennedy Center soll am 4. Juli für eine zweijährige Renovierung schließen – eine Entscheidung, die Trump nach monatelangen Boykotten und Ausladungen bekanntgab. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, darunter Komponist Philip Glass, Banjo-Virtuose Béla Fleck, das San Francisco Ballet und die Tourproduktion des Musicals Hamilton, hatten ihre Auftritte dort abgesagt.
Seit Trump im vergangenen Jahr den Vorsitz des Verwaltungsrats übernommen und das Gremium mit Vertrauten besetzt hat, steht das 1971 eröffnete Kulturzentrum verstärkt im Zeichen seiner politischen Einflussnahme. Unter anderem ließ der frühere Präsident seinen eigenen Namen in die offizielle Bezeichnung des Zentrums aufnehmen.

