Widmann wird künstlerischer Leiter der Lucerne Academy

Juni 4, 2025
1 min read
Jörg Widmann (Foto: Borggreve)

Der Komponist, Klarinettist und Dirigent Jörg Widmann übernimmt ab 2026 die künstlerische Leitung der Lucerne Festival Academy.

Luzern (BC) – Damit folgt Widmann folgt auf Wolfgang Rihm, der 2023 verstorben ist. Die Ernennung erfolgte durch den designierten Intendanten des Lucerne Festival, Sebastian Nordmann, der sein Amt ebenfalls Anfang 2026 antritt.

Widmann zählt zu den international renommiertesten Komponisten seiner Generation. Er war bereits 2009 Composer-in-Residence in Luzern und kehrte 2023 mit einer Uraufführung zurück. Als Klarinettist, Dirigent und Kompositionsprofessor ist er international gefragt. Zuletzt war er Residenzkünstler bei den Berliner Philharmonikern, wo unter der Leitung von Sir Simon Rattle sein Hornkonzert uraufgeführt wurde.

Die 2004 von Pierre Boulez und Michael Haefliger gegründete Lucerne Festival Academy widmet sich der Ausbildung junger Musiker*innen im Bereich der zeitgenössischen Musik. Jährlich nehmen über 100 Talente aus rund 30 Ländern teil. 2025 steht der 100. Geburtstag von Boulez im Fokus. Das Programm für 2026 wird Widmann gemeinsam mit Nordmann Anfang nächsten Jahres vorstellen.

Widmann erklärte, die Nachfolge von Boulez und Rihm sei »eine große Ehre«. Nordmann lobte Widmanns Fähigkeit, »Brücken zwischen Tradition und Moderne zu schlagen«.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Kollaps der musikalischen Ausbildung in Deutschland

Die neue Studie »MiKADO-Musik« warnt vor einer ernsthaften Krise an Musikschulen in Deutschland und Österreich. Fachleute sprechen von einem drohenden »Kollaps« der musikalischen Bildung, wenn Politik und Träger nicht rasch und koordiniert

Liebes Musikhaus Doblinger,

Du bist es ja eigentlich schon lange nicht mehr, das gute alte Wiener Verlagshaus von 1817! Verlag verkauft! Notengeschäft verscherbelt. Und nun droht auch dem Musikhaus im Ersten Bezirk das Aus: Der

Lieber Florian Lutz,

vielleicht erlauben sie mir unter uns zwei Kneipenbrüdern (war schön damals mit Ihnen nach der Carmen), zu versuchen, Ihnen als Außenstehender mal Ihr Haus zu erklären.   Sie sind Intendant in Kassel.

Liebe Elisabeth Leonskaja,

ich muss noch einmal auf Ihren Auftritt in Moskau zurückkommen. Gerade, weil ich Sie als Künstlerin schätze. Sie haben Anfang des Monats in Russland gespielt, Tickets für Ihr Konzert wurden kostenlos an

Zoff ums Kennedy Center

Ein US-Demokrat wirft den Leiter des Kennedy Center, Richard Grenell, Verfehlungen vor – der weist die Anschuldigungen zurück.

Aber er hat ja gar nichts an! 

Nick Pfefferkorn, Leiter des Verlags Breitkopf & Härtel, hat den Zustand der zeitgenössischen Musik kritisiert. Der folgende Aufschrei zeigt die Fragilität eines Betriebs, der Kritik schnell als Majestätsbeleidigung deutet. Thomas Schmidt-Ott hat

Lieber Thilo Mischke,

gestern Abend habe ich zum Einschlafen den Podcast Hotel Matze mit Ihnen als Gast eingeschaltet. Aber anstatt runter zu kommen, bekam ich Puls. Vergessen wir In 80 Frauen um die Welt und

Plácido Bonnwitschny

Heute mit existenziellen Fragen, ob das Dogma die Kunst tötet, mit Bonner Merkwürdigkeiten und der Frage nach der Legitimation von Radioorchestern.