Mehta bricht mit Netanjahus Israel

Januar 20, 2026
1 min read
Zubin Mehta (Foto: BC)

Der 90-jährige Maestro erklärt, Musik und Politik nicht trennen zu können, kritisiert Netanjahus Palästinenserpolitik und hofft auf einen politischen Kurswechsel nach den Wahlen in Israel.

Der Dirigent Zubin Mehta hat aus Protest gegen die Politik der israelischen Regierung alle geplanten Auftritte mit der Israelischen Philharmonie abgesagt. In einem Interview mit dem indischen Magazin India Today begründete er das mit seiner Ablehnung des Kurses von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Umgang mit den Palästinensern.

Mehta, der seit Jahrzehnten eng mit der Israelischen Philharmonie verbunden ist, betonte, er könne Musik und Politik nicht voneinander trennen. Er hoffe, die anstehenden Wahlen könnten zu einem politischen Wandel in Israel führen.

Der in Indien geborene Dirigent erinnerte zugleich an antisemitische Erfahrungen während seiner Studienzeit in Wien. Dort sei ihm zum ersten Mal Judenfeindlichkeit begegnet, sagte Mehta, nachdem ihm ein Hausbesitzer verboten habe, jüdische Freunde einzuladen.

Mehta, der im April 90 Jahre alt wird, ist Ehrenmusikdirektor auf Lebenszeit des Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Hört Euch das mal an, Wiener Philharmoniker!

Der Komponist Alexander Strauch gehörte zu den Kritikern des Wiener Arrangements von Florence Prices »Rainbow Waltz«. Nun hat der Präsident des Deutschen Komponistenverbandes das Stück für sein »Rainbow Orchestra« neu vertont. Wir

Das neue Dirigentenzeitalter

Ein globales Personalkarussell, jüngere Namen, mehr Diversität: Die Wechsel an den Spitzen der Orchester markieren mehr als Routine. In der Klassik formiert sich ein neues Selbstverständnis. Beobachtungen des Dirigenten John Axelrod.

Kann Klassik Social Media? 

Der newsletter von BackstageClassical: Wie kann Klassik in den sozialen Medien wirken? Außerdem: Die Retro-Mode beim Sängernachwuchs und Kölns große Eröffnungssause!

Salzburger Positionierungen

Salzburgs neue Intendantin Karin Bergmann geht ein wenig auf Distanz zu Markus Hinterhäuser und kritisiert fehlende Aufklärung zu dessen Abgang. Zugleich wird bekannt, dass Präsidentin Kristina Hammer bei der kommenden Festspieleröffnung nicht

Antwort von Tanja

Nach heftigen Debatten innerhalb der BackstageCassical-Redaktion über die Glaubhaftigkeit der Triangologie-Studentin Tanja und ihres Instagram-Kanals, gab es nun Resonanz aus der Welt der Vibrational Ecology in Norwegen.

Es gibt sie noch, die guten Dinge in Bayreuth

Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth begeht 2026 ein Doppeljubiläum: 150 Jahre Bayreuther Festspiele und 50 Jahre Museum im Haus Wahnfried. Unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ gibt es Ausstellungen, Performances, Konzerte,

Verpassen Sie nicht ...