Jodie Devos ist tot

Juni 16, 2024
1 min read
Die Sopranistin Jodie Devos (Foto: Opéra national de Paris)

Die belgische Koloratursopranistin Jodie Devos ist gestern im Alter von nur 35 Jahren gestorben.

Die Sopranistin Jodie Devos ist gestern im Alter von nur 35 Jahren gestorben. Devos hatte seit einigen Monaten mit enormem Willen gegen den Brustkrebs angekämpft und war noch am 30. April mit großer Entschlossenheit auf die Bühne des Théâtre des Champs Élysées zurückgekehrt. Ihr Zustand verschlechterte sich jedoch vor einigen Tagen plötzlich, meldet ihr Plattenlabel outhere. Hier ist sie noch Mal zu erleben.

In der Presseaussendung heißt es: »Diese so unvorstellbare Nachricht erschüttert uns alle zutiefst. Wir wissen, wie sehr sie von ihren Kollegen, der gesamten Musikbranche und natürlich von ihrem Publikum geliebt wurde. Mit ihrem wunderschönen Rezital And Love Said zeichnete Jodie Devos ein intimes Selbstporträt, in dem sie ihren Werdegang beschreibt, der sie von ihrem Heimatland Belgien nach England, wo sie studierte, und schließlich nach Frankreich führte. Mit Begeisterung war sie auch gemeinsam mit vielen Musikerfreunden an anderen Aufnahmen beteiligt. Sie alle bewunderten ihr enormes Talent und liebten ihre warmherziges Wesen.«

2014 wurde Devos beim Concours Reine Elisabeth für Gesang Zweite und hat darüberhinaus den Publikumspreis gewonnen. Ein Jahr später hat die Stadt Namur sie zur Ehrenbürgerin ernannt. Sie sei am Sonntag in Paris gestorben – im Kreise ihrer Familie und ihrer Angehörigen, heißt es.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Liebe Skadi Jennicke,

gibt es bei Ihnen nicht irgendwo einen »Reset«-Knopf? Einen für den Neuanfang? Der alles, was bislang war, vergessen macht? Schauen Sie doch Mal unter Ihrem Schreibtisch nach! Sie sind Kulturbürgermeisterin von Leipzig.
Die isaelische Sopranistin Chen Reiss im grünen Kleid vor einem goldenen Hintergrund.

»Zubin, wir brauchen Dich in Israel!«

Die israelische Sopranistin Chen Reiss äußert sich im Podcast von BackstageClassical besorgt über die zunehmende Politisierung der Kultur. Sie hebt Deutschland als sicheren Ort für Juden hervor, kritisiert den Trend zu Konzertabsagen

Oper Leipzig droht Pleite

Neues Rekord-Defizit von 2,3 Millionen Euro bringt die Oper Leipzig in Bedrängnis. Die städtische Unterstützung von 60 Millionen Euro soll nicht steigen.

Liebe Cecilia Bartoli,

Sie werden also dabei sein, wenn nächsten Freitag die Olympischen Spiele in Mailand eröffnet werden. Neben Mariah Carey – eigentlich auch eine Klassikerin. Mich erinnert das an die guten alten Zeiten von Montserrat

Reform: Ja! Aber bitte gerecht.

Die Komponistin Kathrin Denner nimmt die geplante GEMA-Reform unter die Lupe und befürchtet auch weiterhin viele Ungerechtigkeiten und allerhand Intransparenz.

Lieber Philip Glass,

Philip Glass zieht seine Musik aus dem Kennedy Center zurück – aus Protest gegen Donald Trump. Gut so. Brief von Brüggi…

Lieber Peter Gelb,

nun haben Sie den Kladderadatsch: Die Saudis liefern die versprochenen Millionen nicht, und Sie stehen mit Ihrer Metropolitan Opera vor dem Ausverkauf. Sie wollen das Tafelsilber verscherbeln: Die Chagall-Gemälde und den Namen

Verpassen Sie nicht ...