Die Zukunft der Klassik auf TikTok

Januar 15, 2026
1 min read
Krystian Nowakowski (Foto: Rozati)

PODCAST: Wie verändert KI das Marketing von Klassik-Künstlern? Wie sollten sich Orchester als Marken entwickeln? Wie organisieren wir die Konsolidierung des Marktes? Und Welche Formate müssen wir für TikTok und Instagram finden? Antworten von Medienunternehmer Krystian Nowakowski.

English summary: Krystian Nowakowski says classical music is changing radically: institutions must act as brands, drop elitist barriers, master social media, use AI for marketing, and prepare for market consolidation.

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Im aktuellen Podcast von BackstageClassical spricht der Medienunternehmer Krystian Nowakowski über den radikalen Umbruch, der aktuell in der Klassik-Szene stattfindet. Er glaubt, dass Kulturinstitutionen sich zunehmend als Marken verstehen müssen, um im Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsformen zu bestehen.

Traditionsreiche Klangkörper wie die Wiener Philharmoniker erfüllten längst die Funktion einer global agierenden Marke – doch ein elitäres Erscheinungsbild könne neue Zielgruppen abschrecken. Um so wichtiger ist es, eine direkte Ansprache zu finden.

Zentral für die Zukunft der Klassik sei die Präsenz in sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram müsse die klassische Musik die dort üblichen Kommunikationscodes nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen dürfe gleichzeitig aber nicht ihre Tiefe verraten. »Erst über eine gewisse Oberflächlichkeit lässt sich Interesse wecken, das dann im Konzert durch Tiefe eingelöst werden kann«, sagte Nowakowski.

Der Medienunternehmer erwartet eine Konsolidierung des Marktes nach Jahren der Überkapazitäten bei Orchestern und Konzerthäusern. Künstlerinnen und Künstler müssten verstärkt auf moderne Technologien setzen, um ihre Karrieren zu sichern. Nowakowski arbeitet dafür mit eigens angepassten KI-Modellen, die Musikerinnen und Musiker bei Marketingaufgaben wie Texten oder Grafik-Design unterstützen sollen.

Axel Brüggemann

Axel Brüggemann arbeitet als Autor, Regisseur und Moderator. Er war als Kulturredakteur und Textchef bei der Welt am Sonntag tätig und schrieb danach für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute veröffentlicht er u.a. im Tagesspiegel, im Freitag, der Jüdischen Allgemeinen oder in der Luzerner Zeitung. Er arbeitet für Radiosender wie den Deutschlandfunk, den WDR oder den HR. Seine Fernsehsendungen und Dokumentationen (für ARD, ZDF, arte oder SKY) wurden für den Grimmepreis nominiert und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Brüggemann schrieb zahlreiche Bücher u.a. für Bärenreiter, Rowohlt, Beltz & Gelberg oder FAZ Buch.

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