Wagner konkretisiert Pläne für Shanghai

Dezember 12, 2024
1 min read
Die Tristan-Inszenierung von Robert Schwab (Foto: Bayreuther Festspiele)

Gegenüber BackstageClassical konkretisiert Katharina Wagner die Shanghai-Pläne der Bayreuther Festspiele: Sie wird für 2026 eine neue Walküre in China inszenieren.

English summary: The Bayreuth Festival is going to Shanghai. In a conversation with BackstageClassical, artistic director Katharina Wagner detailed her plans. In 2025, the Bayreuth Festival will initially travel to China with Roland Schwab’s production of Tristan, and in 2026 Katharina Wagner will then stage a new production of Die Walküre exclusively for Shanghai. In 2027, the festival will then travel to Asia with a Tannhäuser production from the 1980s, with an old production by Wolfgang Wagner.

Die Bayreuther Festspiele gehen nach Shanghai. In einem Gespräch mit BackstageClassical konkretisierte Intendantin Katharina Wagner ihre Pläne. 2025 werden die Bayreuther Festspiele zunächst mit der Tristan-Inszenierung von Roland Schwab nach China reisen, 2026 wird Katharina Wagner dann exklusiv eine neue Produktion der Walküre für Shanghai inszenieren. 2027 reisen die Festspiele dann mit einer Tannhäuser-Produktion aus den 1980er Jahren nach Asien, mit einer alten Regie-Arbeit von Wolfgang Wagner.

»Es handelt sich im eigentlichen Sinne also nicht um eine Residenz«, sagt Wagner, »sondern um drei Gastspiele in Folge.« Partner ist das Shanghai Grand Theater, dessen Manager Zhang Xiaoding den Stellenwert von Wagner in Shanghai betonte. An seinem Haus hatten bereits Aufführungen des Ring des Nibelungen stattgefunden. 

»Was mich bei dieser Kooperation besonders freut«, sagt Wagner gegenüber BackstageClassical, »ist das große Interesse des Veranstalters am künstlerisches Bildungsprogramm, das mit dem Gastspiel einhergeht.« So sollen neben den drei Opern auch die Kinderopern der Bayreuther Festspiele nach Shanghai reisen. »Für mich ist diese Kooperation, bei der wir inhaltlich und künstlerisch vollkommene Freiheit genießen, gerade auch in diesen Zeiten ein Zeichen des internationalen Austausches«, sagt Wagner.

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