Berliner Philharmonie: Tempelhof wird Favorit für Ausweichquartier

Oktober 8, 2026
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Der große Saal der Berliner Philharmonie (Foto: Berliner Philharmonie, Schindl)

Für die jahrelange Sanierung der Berliner Philharmonie zeichnet sich der ehemalige Flughafen Tempelhof zunehmend als Ausweichquartier ab. Für die Sanierung der Philharmonie und das Interim stehen insgesamt rund 1,15 Milliarden Euro im Raum.

Eine vom Orchester beauftragte Machbarkeitsstudie veranschlagt allein für die Generalsanierung des 1963 eröffneten Scharoun-Baus rund 800 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2032 beginnen und könnten bis 2040 dauern. Ohne grundlegende Sanierung könne ein störungsfreier Veranstaltungsbetrieb spätestens ab 2032/33 nicht mehr gewährleistet werden. Probleme gibt es unter anderem beim Brandschutz, bei Klima- und Elektrotechnik sowie bei den Sanitäranlagen.

Für die Zeit der Schließung benötigt das Orchester eine Ausweichspielstätte. Nach der Machbarkeitsstudie eignet sich dafür der ehemalige Flughafen Tempelhof. Für das Interim werden weitere rund 350 Millionen Euro veranschlagt. Damit würden sich die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 1,15 Milliarden Euro summieren. Zuvor war unter anderem auch das ICC als möglicher Ersatzspielort im Gespräch.

Offen bleibt die Finanzierung. Im Investitionshaushalt des Landes Berlin sind bislang 350 Millionen Euro vorgesehen. Der Bund hat im neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag eine Beteiligung von bis zu 225 Millionen Euro zugesagt. Voraussetzung ist ein von Bund und Land unterstütztes Sanierungskonzept. Damit stehen bislang Finanzierungsbausteine von bis zu 575 Millionen Euro einer derzeit kalkulierten Gesamtsumme von rund 1,15 Milliarden Euro gegenüber.

Auch personell wirft das Großprojekt seine Schatten voraus. Intendantin Andrea Zietzschmann wird die Berliner Philharmoniker 2028 verlassen. Ihren Zeitpunkt begründete sie ausdrücklich mit der bevorstehenden Generalsanierung: Das Projekt brauche eine Intendanz, die sich rechtzeitig einarbeite und die Sanierung langfristig begleite.

Dieser Text ist in der Recherche auch mit Hilfe von KI entstanden. Aber jeder Text wird bei BackstageClassical vor der Veröffentlichung redaktionell überarbeitet.

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