Dirigent wegen Kinderpornographie-Vorwürfen inhaftiert

August 22, 2025
1 min read
Julian Wachner (Foto: Avie Records)

Der Musiklehrer und Dirigent Julian Wachner wird in in Indianapolis auf Grund von Kinderpornographie beschuldigt.

English summary: Julian Wachner, music teacher and conductor, was arrested in Indianapolis on child pornography charges. He was suspended from his school post; investigations continue. Presumption of innocence applies.

Indianapolis (BC) – Der Musiklehrer, Komponist und Dirigent Julian Wachner ist in Indianapolis offenbar wegen schwerer Vorwürfe auf Grund von Kinderpornographie inhaftiert worden – das berichtet Fox 59. Demnach begannen die Ermittlungen nach Hinweisen und einer Anzeige Anfang August 2025.

Wachner wurde am 21. August 2025 in Gewahrsam genommen und mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit als Mathelehrer an der Grundschule Invent Learning Hub beurlaubt. Die Schule teilte mit, dass bislang keine Hinweise vorliegen, dass Schüler der Einrichtung betroffen seien. Die Untersuchungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

2021 war Wachner bereits als Musikdirektor der Trinity Church Wall Street entlassen worden, ebenso verlor er seine Lehrtätigkeit an der Juilliard School. Danach wurden Wachners damalige Beschuldigerin in Georgia allerdings zur Zahlung von 117.892 Dollar Schadenersatz verurteilt, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass sie unbegründete Anschuldigungen gegen mehrere Personen erhoben hatte. Zuletzt hatte Wachner in Europa wieder Fuß gefasst und dirigierte den Tölzer Knabenchor.

BackstageClassical

BackstageClassical bringt Ihnen Debatten und Nachrichten aus der klassischen Musik. Die Seite ist kostenfrei. Bestellen Sie unseren Newsletter oder unterstützen Sie unseren unabhängigen Musikjournalismus durch Ihre Spende.

Fördern

Artikel auf BackstageClassical sind kostenlos. Wir freuen uns, wenn Sie unabhängigen Klassik-Journalismus fördern.

Mehr aktuelle Artikel

Studie zur russischen Kulturpolitik

Kultur als Waffe: Der Politikwissenschaftler Martin Malek zeigt, wie der Kreml Kultur, Sprache und „Soft Power“ strategisch zur Durchsetzung außenpolitischer Ziele einsetzt. Von „Cancel Culture“ könne keine Rede sein – vielmehr offenbaren

Hinterhäusers Truppen

Mit einer Unterschriftenliste bekennen sich Künstlerinnen und Künstler zu Salzburgs Festspielintendant Markus Hinterhäuser – eine Unterstützung, die auch kontraproduktiv sein könnte.

Liebe Carolin Widmann,

Sie haben es der Lufthansa Länge mal Breite gegeben, damals: Zittern, Weinen, Hilferufe! Mensch, was sind Sie in die Luft gegangen auf Instagram! Als die Flughafen-Security sie zwang, Ihre millionenschwere Guadagnini-Geige auf den

Armin Petras wird neuer Intendant am Theater Bremen

Armin Petras wird neuer Intendant am Theater Bremen Bremen (dpa) – Der Regisseur und Autor Armin Petras übernimmt zur Spielzeit 2027/2028 die Intendanz des Theaters Bremen. Das teilte die Bremer Senatspressestelle am

Ein Gentleman der Stimme

Der belgische Bassbariton José van Dam ist im Alter von 85 Jahren in Brüssel gestorben. Über fünf Jahrzehnte prägte er die Opernbühnen Europas – mit klanglicher Noblesse, stiller Autorität und großer Menschlichkeit.

Lieber Christian Kircher, 

zum 1. April verlassen Sie eines der schönsten und größten Büros der Wiener Kulturlandschaft und geben das Amt des Geschäftsführers der Österreichischen Bundestheater-Holding ab. Einige Male haben Sie mich freundlich »vorgeladen«, um

Wie die Oper zum Medium wird

Nach der Phonoindustrie torkeln nun auch die Klassik-Medien in eine Krise. Man könnte das Schwarzmalen beginnen, aber die Zukunft hat gerade erst begonnen – und auch die Suche nach neuen Finanzierungsmodellen. Ein

Tod eines Bühnentiers

Wolfgang Schmidt: Stählerne Stimme, musikalischer Präzision und unbändige Bühnenpräsenz. Sein Humor bleibt unvergessen. Ein Nachruf von Sven Friedrich.

Liebe Hilary Hahn,

wir haben uns vor 19 Jahren zum ersten Mal getroffen. Damals hast Du Kindern für unsere Serie »Der Kleine Hörsaal« bei der Deutschen Grammophon The Larc Ascending von Vaughan Williams erklärt –

Liebe Waltraud B.,

Sie schreiben mir fast nach jedem Newsletter – und meckern, und nörgeln und verbessern. So viel Rage ist eine wahre Freude. Ich muss gestehen, in der Regel lösche ich Ihre Mails ungelesen. Aber